Instrument des Jahres 2018 – und fürs Leben!

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Das Cello löst 2018 die Oboe als Instrument des Jahres ab. Wir können uns also auf viele Konzerte, Kurse und Aktionen freuen.

Cello-Glück.

Dabei war dieses Jahr schon eine genialisches Cello-Jahr.

Hier eine kleine Bestandsaufnahme:

  • Zwei Cello-Glück BASIC Wochenenden – einer davon war die Berlin-Premiere
  • Der erste Cello-Glück Themen-Workshop „Kontakt“
  • Eine Woche Begleitung der Proben des „Cello-Orchesters Baden-Württemberg“ bei der Celloakademie Rutesheim
  • zahlreiche Einzelstunden mit jungen, aufstrebenden Cellist_innen (modernes Cello und Barock), leidenschaftlichen Amateur_innen und Pädagogen

Aber die Bestandsaufnahme wäre nicht vollständig, wenn ich nicht auch mein erstes Cello-Un-Glück erlebt hätte. Ich blieb mit dem Hosenbein am Stachel des liegenden Cellos eines Teilnehmers hängen. Es kippte um und erlitt dadurch  Kratzer und einen verrutschten Steg. Der Schaden ist materiell eher gering, emotional war es ein erheblicher Schreck – mal abgesehen von dem ärgerlichen Folgeaufwand. (Zur Information: Für den materiellen Schaden tritt in solchen Fällen meine Berufshaftpflicht ein.)

Warum erzähle ich dieses Cello-Unglück?

Das Cello ist für uns kein „Haushaltsgegenstand“. Es ist ein besonderer, persönlicher, beseelter Gegenstand – und das ist noch zuwenig. Wir gehen im wahrsten Sinne des Wortes in Resonanz und übertragen Wünsche, Träume und Gefühle auf das Instrument. Und wir verbinden so viele intensive Momente damit. Jede und jeder kann eine Geschichte erzählen, wie das Cello zu uns gekommen ist und wie unsere Beziehung zu ihm oder ihr ist. Manche geben ihm einen Namen und unsere Dankbarkeit und Zärtlichkeit ist grenzenlos. Wir gehen eben wirklich eine Beziehung ein.

Was macht Beziehungen aus?

Manchmal entdeckt man einen neuen Lehrer und einfach alles was er oder sie macht ist nur großartig. Man vergöttert ihn oder sie als quasi unfehlbar. Und dann ist die Ent-Täuschung groß, wenn man merkt, dass es z.B. finanzielle Unregelmäßigkeiten gibt. Auch Online-Dating macht es leicht, in eine fremde Person alles zu projezieren, was wir uns ersehnen – um dann zu merken, dass wir uns im Gespräch nichts zu sagen haben.

So verständlich die Sehnsucht nach dem Perfekten, Unfehlbaren ist – unserem Gegenüber wird das nicht gerecht.  Sehe ich den anderen oder nur meine Wunschphantasie?

Für mich liegt das Wunder des Cellos auch darin, dass es einen ganz irdischen, handwerklichen, „schreinerischen“ Aspekt hat: aus Holz geschnitzt, gesägt, gehobelt, geleimt. Das schmälert die Magie überhaupt nicht. Schwingendes Holz.

Im Gegenteil.

Ich lade Dich ein, in 2018 dem physischen Aspekt des Cellos und Deiner selbst zu begegnen. Deinen Knochen und Muskeln, dem Nervensystem, deiner Seele und Deiner Phantasie – und wie all das zusammen mit Deinem geliebten „Holzkasten“ ein lebendiges, facettenreichen Spiel wird!

Cello-Glück des Jahres 2018!

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