Über Stefanie Buller

As a movement coach I support musicians to find their own voice through their instrument.

„Mein Cello, meine Brüste und ich“ – „My cello, my breasts and me“

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In jeder Spezialdisziplin gibt es Themen, die einen ein Leben lang beschäftigen. Für Cellisten kann das Finden einer stabilen, angenehmen Spielhaltung so ein „Dauerbrenner“ sein. Wenn der Cellist Jérôme Pernoo sagt „Jeden Tag lerne ich das Cello spielen neu“ möchte ich betonen: „…und dazu gehört auch die Spielhaltung.“

Wenn es mit dem Sitzen mit Cello einfach „nicht passen“ will, gibt es viele Schrauben, an denen man drehen kann. Und die erste, ist meistens die Schraube zum Verstellen Stachellänge.

Und dann entsteht oft das sogenannte „Moving target“ – Phänomen, d.h. immer wenn es an einer Stelle passt, klemmt es an einer anderen. Der C-Wirbel stört nicht mehr, dafür liegt es nicht mehr am Bein an, die Spitzen der Zargen bohren sich nicht mehr in die Waden, dafür stört der C-Saiten-Wirbel, usw…

Eine dieser „Problemzonen“, möchte ich heute aus ihrem Schattendasein hervorholen und beleuchten.

„Meine Brüste stören beim Cello spielen.“

In meinen Coachings erlebe ich immer wieder, wie befreiend es für manche Cellistinnen ist, dieses Thema endlich zu aussprechen zu können. Und auch Cello-Pädagog*innen sind oft ratlos. Es spricht für jeden / jede Cellolehrer*in, sich darüber unsicher zu sein, wie man dieses Thema am besten anspricht. Erst recht bei jungen Menschen, deren Körper sich quasi täglich verändert. Ich hoffe, dieser Artikel bieten einen guten Ansatz und Unterstützung.

Körperfülle ist kein Grund

Es gibt zwei Ursachen für das Problem. Ganz wichtig ist mir: Kleider- oder Körbchengröße gehören nicht dazu. Aber: das Problem kann sich während PMS und Schwangerschaft verstärken.

Ursache 1: Die eigene Anatomie – ein unbekanntes Feld

Wenn Du schon Erfahrung mit der Alexander-Technik gemacht hast, weißt Du, dass die Vorstellung, die wir von unserer Anatomie haben, unsere Bewegungsqualität bestimmt. Das gilt für unsere Geschlechtsorgane genauso, wie unsere Hüftegelenke, Finger und Wirbelsäule.

Dass die Medizin – und damit auch die Darstellung von Anatomie – sich vorwiegend auf den männlichen Körper konzentriert hat, macht es nicht leichter. Was ich in der folgenden Übung mit euch teile, war für mich selber vor vier Jahren eine erschütternde Erkenntnis: Ich hatte ein erschütternd falsches Bild meiner eigenen, weiblichen Anatomie.

Nimm die folgende Übung bitte ernst, nimm dir Zeit und Muße und geh auf eine Entdeckungsreise:

Die eigene Anatomie – Orientierung lohnt sich!

Wenn Deine Brüste beim Cello-Spielen stören, solltest Du zunächst für anatomische Klarheit sorgen. Hier habe ich einen möglichen Ablauf für Dich aufgeschrieben:

  1. Mach es Dir bequem und sorge dafür, dass Du ungestört bist.
  2. Beginne damit, Deine Atmung wahrzunehmen und die Bewegungen, die durch die Atmung ausgelöst werden, vor allem die der Rippen. Nimm war, wie Deine Brüste sich mit der Atmung mit bewegen.
  3. Taste Deine Rippen. Such Dir eine aus, die Du gut spüren kannst und taste an ihr entlang. Kannst Du merken, wie stark das Gefälle ist? Findest Du die Stelle, wo sie sich mit dem Brustbein verbindet?
  4. Mach Dir bewusst, dass die Rippen von der Wirbelsäule aus bis vorne zum Brustbein um Deinen ganzen Oberkörper herum gehen.
  5. Leg Deine linke Hand auf die Rippen an Deiner linken Seite, die rechte legst Du auf das Brustbein, die Finger zeigen zum Bauchnabel. Probiere aus, wie weit Du Deine Hände zwischen Rippen und Brust schieben kannst und wie Deine Brust über die Rippen gleiten kann. Wechsle die Seite.
  6. Mach Dir bewusst, dass die Verbindung der Rippen zum Brustbein aus elastischem Knorpel besteht und nicht aus Knochen!
  7. Mach Dir bewusst, dass zwischen allen Rippen viele kleine Muskeln sind. Stell Dir vor, wie sie sich entspannen und der Raum zwischen den Rippen sich weiten und verengen kann.
  8. Setz Dich auf einen Stuhl. Lass Dein Cello langsam zu Dir kommen und sanft auf dem Brustbein landen. Erlaub Deinen Brüsten, einfach zur Seite auszuweichen. Bleib im Brustkorb elastisch. Spürst Du, wie der Atem die Rippen, Deine Brüste und Dein Cello bewegt?
  9. Beginne mit leeren Saiten. Atme weiter! Was fällt Dir auf?

Eng verwoben mit unserer Vorstellung vom eigenen Körperbau sind teils sehr subtile Gewohnheiten und Spannungsmuster. Ursache 1 und 2 treten also gern im Tandem auf!

Ursache 2: Die Vortäuschung von Selbstsicherheit

Vortäuschung von Selbstsicherheit

Bewegungsmuster entstehen immer in einem sozialen Kontext. Deswegen ist das Ändern von Gewohnheiten auch eine Spezial-Disziplin. Bei Gewohnheiten, die sich in einem sexuell konnotierten Kontext bilden, gilt das umso mehr.

Daher kann die Beschäftigung auf einer körperlichen Ebene immer auch Erinnerungen und Emotionen wachrufen. Deshalb meine Bitte: Geh achtsam mit Dir um, wenn Du Dich auf die folgenden Gedanken einlässt. Das gilt auch für alle Cello-Lehrer*innen, die dies lesen. Bitte geht sensibel mit dem Thema um! Und scheut Euch nicht, professionelle Hilfe aufzusuchen, wenn sich z.B. plötzlich starke Emotionen regen!

  • Brüste ziehen in unserer Gesellschaft die Blicke auf sich. In der Pubertät verändert sich das Körpergefühl, aber es ändert sich auch der Blick, der auf mich gerichtet wird. Schwabbelt etwas beim Schulsport? Kann ich mit dem tiefen Ausschnitt den Lehrer oder den süßen Typen nervös machen?
  • Wenn ich meine Brüste als zu groß empfinde (oder sie wuchsen früher als bei anderen?), kann ein Muster einsetzen, mit dem wir die Brüste „einziehen“ wollen. Die Brustwirbelsäule rundet sich und die Schultern fallen nach vorn. Das kann den Eindruck von Scham oder Passivität erzeugen.
  • Im Gegensatz dazu empfinden wir ein Hochrecken des Brustbeins, ein Zurückziehen der Schultern und Heben des Kinns als Ausdruck von Sicherheit und Selbstbewusstsein. Mit diesem Muster kompensieren wir unbewusst unsere Unsicherheit in exponierten Situationen. Das ist eine fatale Illusion. Denn diese Spannung schränkt die Atmung ein, macht die Stimme eng, den Nacken fest, den Rücken schwach. Und das Cello wacklig.

Dieses Hochrecken des Brustbeins gibt Dir nur Fake-Sicherheit!

Probier es aus – auch wenn´s komisch klingt: Recke das Brustbein hoch und mach ein Hohlkreuz. Versuch jetzt Deine Brüste mit den Händen zu bewegen! Durch die gespannte Haut, sind sie plötzlich kaum beweglich. Mit Cello würdest Du jetzt das Cello von Dir weg drücken. Jetzt atme aus, lass Dein Brustbein und die Rippen sinken. Beweg die Brüste nochmal: merkst Du, wie sie wieder einfach gleiten? Jetzt können sie sich dem Cello einfach anpassen.

Schau Dir dieses Vorher-Nachher-Bild an!

Vorher: Das Spannungsmuster

  • Das Becken drückt nach vorn („Hohlkreuz“)
  • Das Brustbein schiebt nach oben.
  • Dadurch schiebt sie das Cello von sich weg. Es hat jetzt nur noch eine kleine, wackelige Auflagefläche.

Nachher: Die Auflösung

  • Der ganze Torso kommt von den Hüftgelenken aus weiter vor.
  • Dadurch kann sich der untere Rücken lösen.
  • Dadurch kann sich die Brustwirbelsäule nach oben lösen.
  • Dadurch können Brustbein und Rippen sinken.
  • Dadurch werden die Brüste wieder flexibel und passen sich an.
  • Jetzt kann der Körper das Gewicht des Cellos in sich aufnehmen. Das Cello ruht.

Wie immer kann ein Blog-Artikel nur ein Anlass sein, sich mit einem Thema zu befassen. Aber noch nie war ich so neugierig auf Deine Resonanz! Was hast Du rausgefunden? War das für Dich hilfreich?

Schreib mir gern und trag Dich in meinen Newsletter ein! Etwa einmal im Monat informiere ich Dich dort über Workshops und neue Aktionen.

Der nächste Cello-Glück-Basic-Workshop findet übrigens am 25./26. August in Bremen statt. Und: Online-Coaching geht immer! Buch Deine Stunde einfach gleich per eMail!

Cellistische Grüße – Eure Stefanie

I can´t believe I blurred the nipple so that I may show it on Facebook… 🙂

****************************************************************************************************My Cello, my breasts and me

In every discipline there are these topics which continue to make us engage with them for the whole life. For cellists finding a stable, comfortable posture for playing can be one of those. And when Cellist Jérôme Pernoo says “Every day I re-learn the Cello” I would like to emphasize on “..including your sitting coordination…”.

If the Cello “just won´t fit” as you´re sitting down to play there are many screws one can adjust with. The first one is normally the screw for adjusting the endpin.

And starting with this we often experience the so-called “moving target phenomenon”, which means that whenever one problem is solved another one occurs. The C-string-peg is out of the way, but now the cello doesn´t rest at the legs anymore, the corner of the lower bout isn´t poking in your thighs anymore, but now the C-string peg get´s in the way… and so on and so forth…

Today I want bring one of these problem zones out of its shadowy existence into the spot light.

„My breast are getting in the way.“

In my coachings I experience the freeing impact of simply addressing this problem on female cellists. And also cello teachers are often helpless when it comes to this topic. And it speaks for every cello teacher to be insecure how to address it. Especially when teaching teenagers whose body is basically changing every day. So my hope is to provide some support and a first approach.

Corpulence is NOT the cause.

There are basically to causes for the problem. Your size or cup size does NOT belong to them. That´s really important to understand! But: it can increase with PMS and during pregnancy.

Cause #1: My own anatomy – the unknown territory

If you already had some experience with the Alexander technique you probably know that our concepts of how our bodies are designed determine the quality of our movement. This is equally valid for our genitals as e.g. for our joints.

That the medical profession – and there by the documentation of anatomy – was dominated by and oriented on the male body, doesn´t make things easier. So what I´m sharing with you with the following exercise was only 4 years ago a shattering realization for myself: I had a alarmingly wrong concept of my own, female anatomy.

So please take the following exercise seriously, take time and space for it and start your own expedition:

Your own Anatomy – a little bit of orientation brings a lot of gain!

When your breasts interfere with your cello playing anatomical clarity helps. Here´s a possible routine:

  1. Make yourself comfortable and take care that you will not be disturbed.
  2. Start by noticing your breath and the movements that go along with it, especially of the ribs. Notice how your breasts also move along with the breath.
  3. Palpate your ribs. Choose one you can easily touch and trace the bone. Can you notice the downward slope? Can you trace where it´s connected to the sternum?
  4. Be aware of the fact that your ribs originate at the spinal column and then go all around your chest.
  5. Put your left Hand on your ribs of the left side and the right hand on your sternum, fingers pointing towards the navel. Check out how far you can slide your hands between ribs and breast and how your breast can slide on the ribs. Switch sides.
  6. Consider the fact that the connection between ribs and sternum is made of elastic cartilage – not bone!
  7. Realize the many tiny muscles between your ribs. Imagine how they´re relaxing and how that narrows and widens the space between the ribs.
  8. Sit down on a chair and let your cello gently come towards you and let it land on your sternum. Allow your breasts to simply slide out of the way. Stay elastic in your chest. Can you notice how your breath moves your ribs, your breasts and your cello?
  9. Start with playing some open strings. Keep breathing! What do you notice?

Inextricably interwoven with our concepts about our design are habits and tension patterns that can be really subtle. So causes #1 and #2 like to show up in a “Tandem” relationship.

Cause #2: The typical „Fake Confidence“ tension pattern

Fake Confidence

Movement patterns always develop in a social context. This is why the changing of habits is really a special discipline. This is especially true for habits that were developed in a sexual connoted context.

That´s also the reason why addressing these habits on a physical layer may wake up related memories and emotions. So please: Take care for yourself and don´t be shy to ask for professional help if you think you need it. And teachers: Your sensitivity is important too!

  • Breasts attract attention in our society. During adolescence not only the own body image changes but also the way I am looked at. Is something wobbling during physical education at school? Can I tease my teacher or the cute guy with my deep neckline?
  • If I consider my breasts as too big (or maybe they developed earlier than for others) a pattern can develop in order to contract the breasts. We round our thoracic spine and the shoulders drop forward. This can result in an overall impression of shame and passivity.
  • On the contrary we perceive a lifting of the sternum, the pulling back of the shoulders and a lifting of the chin as an expression confidence and security (see picture above). But mostly we´re just compensating with this pattern for our insecurity especially when we´re exposed to an audience. That´s a fatal illusion. This pattern restricts the breath, narrows the voice, tightens your neck and weakens our back. And: the cello becomes wobbly.

The lifting of the sternum only provides FAKE confidence!

Try this – even if it´s a bit weird: Push up your sternum and make a hollow back. Now try to move your breast with your hands. Because of the tension you can barely move them. With cello they would now push the cello away from you. Now exhale, letting your sternum and ribs sink. Now move your breasts again. Can you notice how flexible they suddenly are? Now they can easily adjust to your cello.

Look at this before & after – picture:

Before: The pattern

  • The pelvis is pushing forward (hollow back)
  • The sternum is pushing up.
  • Thereby she´s pushing the cello away. The contact with the instrument at the chest becomes small and insecure.

After: The release

  • The whole torso is hinging a bit more forward from the hip joints.
  • Thereby the lower back can release down,
  • Thereby the thoracic spine can release up
  • Thereby sternum and ribs can soften
  • Thereby the breasts stay flexible and give way for the cello
  • Now the torso can take in the weight of the cello so that it can rest.

As always a blog post can only be an occasion to address a problem. But I´m ever so curious if you found it useful. What did you find helpful?

Please eMail me to s.buller@leicht-bewegen.de and subscribe to my newsletter. About once a month you´ll get updates.

The next Cello Bliss Workshop will be on 25th/26th August in Bremen, Germany. If you´re interested on 1:1 online sessions just send me an eMail for details.

Best wishes – Yours, Stefanie

„Fühl Dich wie zuhause!“ – „Make yourself at home!“

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Gerade war ich in Berlin und habe einen Workshop zum Thema „Befriedigend Üben“ gegeben. Als Unterkunft hatte ich mir ein AirBnB-Zimmer reserviert. Gute Wohngegend. Alles sehr gepflegt und ruhig.

Bildquelle https://pixabay.com

AirBnB ist diese seltsame Zwischenform zwischen Hotel und Couchsurfing. Man zahlt zwar für eine Leistung, hält sich aber in Privaträumen auf, bzw. nutzt sie mit.

Deshalb finde ich das erste Zusammentreffen mit dem Vermieter immer ein wenig „krampfig“. Man versucht das richtige Maß an Distanz und Vertrauen herzustellen. Auch meine Vermieterin versucht sich einen Eindruck von mir, der fremden Person, zu machen, um ihr – sicher berechtigtes – Unsicherheitsgefühl zu besänftigen. Ich fühle mich in diesen Gesprächen immer irgendwie geprüft und kontrolliert.

Und dann höre ich den ebenso unumgänglichen Standardsatz:

„Ich sage den Leuten immer, sie sollen die Dinge so behandeln, als wären es ihre eigenen.“

Im nächsten Satz spricht sie von der delikaten Lage, einem männlichen Gast zu sagen, er möge doch bitte im Sitzen pinkeln.

Meine Abneigung gegen die Vermischung aus „Fühl Dich wie zu Hause“ und dem unausgesprochenen Anspruch, dass mein zu Hause also mindestens so aufgeräumt, sauber, stylisch… sein muss, wie dieses zur Vermietung vorgesehene Zimmer, ist heftig.

„Behandle die Dinge so, als wären sie deine!“ tut so, als sei de eigene Umgang mit dem eigenen Besitz ein positives Ideal. Der Gipfel der Sorgfalt, sozusagen.

Der „stehpinkelnde Mann“ hat sich wie zu Hause gefühlt.

Nun sitze ich schon zum dritten Mal an diesem Artikel, und frage mich, welche Schlussfolgerung ich ziehe.

Eigentlich zwei:

  1. Was wäre, wenn ich mich und mein „Hab und Gut“ ab und zu so behandle, wie ich es mir von anderen wünschen würde?
  2. Wie viel Toleranz habe ich gegenüber anderen, die z.B. als Gast bei mir sind und wie ginge es mir, wenn ich denselben Grad auf mich anwenden würde?

Also: heute keine klare Quintessenz, aber mich würde natürlich schon interessieren, was Dir dazu einfällt! Wie gehst Du mit Deinem Krempel um?

P.S.: Wenn Du hier kommentierst, wird Deine IP-Adresse gespeichert und gglfs. Dein Avatar angezeigt. Geht nicht anders. Wenn Du das nicht möchtest: nicht kommentieren!

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I´ve just returned from Berlin where I gave a workshop on “satisfying practicing”. I stayed at an AirBnB room. Nice neighbourhood. Very tidy.

AirBnB is somewhere between a hotel and couchsurfing. One pays for a service but stays in private rooms

Bildquelle https://pixabay.com

This is why I´m always a bit tense in the first encounter with my hosts. One tries to negotiate the right balance between distance and trust. My host also tries to get an impression of me, the stranger – in order to calm her sense of insecurity – which is understandable. I always get a sense of being examined and controlled in these situations.

I hear her say: „I always tell people they should handle my stuff with the same care, as if it were theirs.” This is followed by talking about the peculiar situation to tell a male guest to not pee standing, but to use the toilet sitting down.

I have a strong aversion against this mixture of „Just feel at home“ and the unspoken demand that my home should be at least as tidy and stylish as this room, waiting to be payed for.

 „Treat the things as if they were yours!“ claims my own way of handling my belongings a positiv ideal. The peak performance of care – so to say.

The male guest who peed standing definetely felt at home.

 Well – it´s the third time I´m editing this article and I wonder about which conclusions to make.

Mainly two:

  1. What if I treated my belongings in the same way as I demand from others?
  2. What about my elasticity towards others e.g. my own guests and what would it be like to apply the same elasticity to myself?

So today I don´t offer you a clear quintessence. But I´m curious what your ideas are to this subject. How do you treat your own stuff?

P.S.: If you leave a comment your IP-adress will be tracked and – if you have one – your avatar will show up. If you don´t want this just don´t leave a comment!

Lauschende Weihnachten *** Listening Christmas

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Pictures: pixabay

Weihnachten steht vor der Tür.

Werbung auf allen Kanälen sagt: Kaufe! Kaufe! Schenke! Schenke! Ich erspare Dir die „Anti-Konsum“-Predigt. Denn die „Innehalten – Zeit schenken – in die Stille gehen“ – Fraktion nervt mich genauso. Warum? Weil auf allen Kanälen nur eine Botschaft gesendet wird:

„Egal was Du machst: es ist nicht genug.“

Nicht üppig genug – nicht still genug – nicht friedlich genug – nicht bio genug – nicht familiär genug – nicht traditionell genug – nicht bewusst genug – nicht spirituell genug….

Dabei geht es bei diesem Fest um Geburt, Lebendigkeit, Liebe, Hoffnung und das „Licht am Ende des Tunnels“. Ich finde, dann muss es auch um Lebenslust gehen!

Mit Hingabe schlemmen und am zweiten Feiertag vollgefuttert vor der Glotze liegen? Genieß es ohne schlechtes Gewissen! Der übliche Familienstreit? Nimm Dich selber ernst – aber nicht so wichtig! Dein Geschenk löst keine Freude aus? Hauptsache, Du hattest Lust, es zu verschenken.

Und dann kommt die Unlust. Die Langeweile.

Wenn man sich nicht mehr zu sagen hat unterm Tannenbaum. Wenn das Fernsehprogramm wahlweise Gähn – oder Brechreiz auslöst. Wenn Du Dich (z.B. Im Haus der Eltern) nicht frei bewegen oder zurückziehen kannst. Wenn die immergleichen Allgemeinplätze und -plätzchen Dir zum Hals raushängen. Wenn Dein Leben den Instagram-tauglichen Farbfilter verliert und einfach nur durchschnittlich öde ist.

Unlust ist ein unattraktives Gefühl. So unangenehm, dass wir es gerne verschwinden lassen würden. Dafür haben wir Strategien entwickelt: z.B. Verdrängen (Aktivismus, Sex,…), Ablenken (Lesen, Fernsehen, Handy..) oder Betäuben (Alkohol, Essen, …) Einfach in der Durchschnittlichkeit unseres normalen Lebens zu sitzen, zu realisieren, dass die Welt sich gerade nicht für mich interessiert, niemand schreibt und anruft – das ist bitter.

Phasen der Unlust habe ein enormes kreatives Potential.

Sie können Dich aus dem Alltagstrance, der „virtual reality“ Deiner Gedanken in den lebendigen Moment hier und jetzt führen.

Dein musikalischer Hörsinn ist die Eingangstür.

Aber ohne Unterstützung gelingt mir das auch nicht.

Deshalb ist mein Weihnachtsgeschenk an Dich diese kleine Meditation von Tara Brach: „The Silence that is Listening“. Sie dauert 14 Minuten und Du kannst sie Dir aufs Handy runterladen. Sie hat mir schon in vielen Frustmomente geholfen, im Hier und Jetzt zu bleiben und mich dann umso lebendiger zu fühlen. Möge sie auch Dir eine gute Unterstützung sein!

Seitdem halte ich immer wieder inne und lausche dem Klang meines Lebens.

Wie immer Du diese Tage gestaltest oder verdaddelst: Es ist genug. Es ist genauso wie es sein muss. Unverwechselbar: DEINE Feiertage!

Ich wünsche Dir von Herzen lustvoll-lebendige Weihnachten und die Fähigkeit der Hingabe von Moment zu Moment.

Deine Stefanie

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Meditation: The Silence That is Listening (14 min)

„… Scanne Deinen Körper und erlaube Dir, etwas weicher zu werden an Stellen offensichtlicher Anspannung.. …Schließe Geräusche mit in Deine Wahrnehmung ein. Geräusche innerhalb des Raumes. Das Erklingen und Verklingen von Worten. Die Zwischenräume zwischen den Klängen. Den entfernteren Klängen lauschend. Nicht nur mit den Ohren lauschen, sondern mit Deiner ganzen Aufmerksamkeit. Einfach die Klänge Dich durchströmen lassen. Bemerken, dass es im Lauschen nichts zu tun gibt. Klänge erscheinen und werden von der Wahrnehmung unmittelbar erkannt. Spüre den grenzenlosen Raum in dem alle Klänge erscheinen. Einfach entspannen – hinein in eine lauschende Offenheit. Aufnahmebereit. Den Klängen zuhören, die tatsächlich da sind – anstatt den Gedanken im Kopf. (…)

Die Aufmerksamkeit öffnen um die erklingenden und verklingenden Geräusche zu hören. Vielleicht möchtest Du Deinen Körper erneut entspannen. Den Moment spüren und hören. Lenke Deine lauschende und empfängliche Aufmerksamkeit auf Dein Herz. Nimm den Zustand Deines Herzens wahr – in diesem Moment. Spüre die Intimität, die darin liegt dem Leben in diesem Moment zu lauschen und es zu spüren. Bringe Deinem eigenen Herzen ein Gebet, einen Segen, eine guten Wunsch dar. Was auch immer gerade für Dich stimmig ist. Denken an jemand, der Dir lieb ist – so dass Du dieser Person, dieser Energie lauscht und sie wahrnimmst – und bring Dein Gebet, Deinen Segenswunsch dar – was immer für Dich stimmig ist. Und spüre den Raum in Deinem Herzen, der Platz hat für alle Wesen – so dass Du allen Wesen – wo auch immer – lauschst – und Dein Gebet darbringst.“

von Tara Brach

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Christmas is coming.

All Commercials and shop displays shout: Buy! Buy! Give! Give! Don´t worry! I´m saving you the anti-commerce-speach“. Because the “More inhibition – time as gift – going into the silence” – group equally sucks. Why?

Because all channels broadcast the same message:

„Whatever you do: it´s not enough.“

Not abundant enough – not quiet enough – not peaceful enough – not organic enough – not familiar enough – not traditional enough – not aware enough – not spritual enough….

If I got something right this feast is about birth, liveliness, love hope and “the light at the end of the tunnel”. Therefore it is also has to be about lust for life.

Feast with devotion and lying full in front of the TV on the christmas day? Enjoy it without remorse! The traditional family quarrel? Take yourself seriously – but not too important. Your Christmas present isn´t appreciated? Appreciate the joy you had choosing it!

And then the listlessness emerges. Boredom appears.

When the conversations under the christmas tree decay. When the TV program triggers either jawning or sickness. When you can´t move freely or withdraw from the group because you´re at your parents´. When you´re tired of the ever repeating same platitudes. When your real life looses the Instagram optimization filter und appears ordinary and boring.

Listlessness is such an unattractive feeling. So uncomfortable that we would rather make it disappear. We created different strategies in this attempt: suppressing (with increased activism, sex…), sidetracking (reading, TV, mobile…) or anesthesia (alcohol, food,…). Just sitting in the mediocrity of our normal life, realizing that the world is just not interested in me, that no one texts or calls – that´s bitter.

Phases of listnessness contain an enormous creative potential.

They can guide you from the trance of average days – the “virtual reality” of your thoughts – to experiencing aliveness – here and now.

And your musical sense of listening is the portal.

But I´m not getting there without support.

Therefore my Christmas present to you is this short meditation of Tara Brach: „The Silence that is Listening“. It takes only 14 minutes an you can download it on your phone. It helped in many times of frustration to stay with it in the here and now – and through that coming back to my liveliness. May it also be a good support for you!

Since I know this mediation every once in a while a stop and listen to the sound of my life.

However you design these days or „waste“ the time: It is enough. You are enough. It is exactly as it should be. Unmistakeably: YOUR feast!

I´m wishing you from the depth of my heart days filled with lust and the ability to surrender to WHAT happens and HOW.

Love, Stefanie

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Meditation: The Silence That is Listening (14 min)

Extract:
„… Scan your body and soften a bit areas of obvious tension. … Include sound into your awareness. The closed in sounds in the room. The appearing and disappearing of words. The spaces between sounds. Listening to the more distant sounds. Listening not just with your ears but with your whole awareness. Just letting sounds wash through. Noticing with listening that there´s nothing to do. Sounds appear and are known sponteneaously by awareness. Sense the edgeless space that all sounds are appearing in. Just relaxing into that openness that´s listening. Totally receptive. Listen to the sounds that are actually here – instead of the thoughts in the mind.    (…)

Opening the attention to listening to the sounds that are appearing and disappearing – moment to moment. You might re-relax in the body. Listening to and feeling the moment. Bring that listening and receptive intention to the heart. Just listening to your own heart. Sensing the state of your heart in this moment. Sensing the intimacy of listening to and feeling the life that´s right here. Offering whatever prayer or blessing, wish of well-being to your own heart. Whatever most resonates in this moment. Bringing to mind a dear-one – so you´re listening to and feeling that person, that being, their energy – and offering whatever prayer, whatever whish of blessing resonates. And then sensing the heartspace that hold all beings so that you´re listening to the lifes consciousness and beings everywhere – offering your prayer.

by Tara Brach

Instrument des Jahres 2018 – und fürs Leben!

Translation into English is pendig. Feel free to contribute if you are bi-lingual! Thanks!
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Das Cello löst 2018 die Oboe als Instrument des Jahres ab. Wir können uns also auf viele Konzerte, Kurse und Aktionen freuen.

Cello-Glück.

Dabei war dieses Jahr schon eine genialisches Cello-Jahr.

Hier eine kleine Bestandsaufnahme:

  • Zwei Cello-Glück BASIC Wochenenden – einer davon war die Berlin-Premiere
  • Der erste Cello-Glück Themen-Workshop „Kontakt“
  • Eine Woche Begleitung der Proben des „Cello-Orchesters Baden-Württemberg“ bei der Celloakademie Rutesheim
  • zahlreiche Einzelstunden mit jungen, aufstrebenden Cellist_innen (modernes Cello und Barock), leidenschaftlichen Amateur_innen und Pädagogen

Aber die Bestandsaufnahme wäre nicht vollständig, wenn ich nicht auch mein erstes Cello-Un-Glück erlebt hätte. Ich blieb mit dem Hosenbein am Stachel des liegenden Cellos eines Teilnehmers hängen. Es kippte um und erlitt dadurch  Kratzer und einen verrutschten Steg. Der Schaden ist materiell eher gering, emotional war es ein erheblicher Schreck – mal abgesehen von dem ärgerlichen Folgeaufwand. (Zur Information: Für den materiellen Schaden tritt in solchen Fällen meine Berufshaftpflicht ein.)

Warum erzähle ich dieses Cello-Unglück?

Das Cello ist für uns kein „Haushaltsgegenstand“. Es ist ein besonderer, persönlicher, beseelter Gegenstand – und das ist noch zuwenig. Wir gehen im wahrsten Sinne des Wortes in Resonanz und übertragen Wünsche, Träume und Gefühle auf das Instrument. Und wir verbinden so viele intensive Momente damit. Jede und jeder kann eine Geschichte erzählen, wie das Cello zu uns gekommen ist und wie unsere Beziehung zu ihm oder ihr ist. Manche geben ihm einen Namen und unsere Dankbarkeit und Zärtlichkeit ist grenzenlos. Wir gehen eben wirklich eine Beziehung ein.

Was macht Beziehungen aus?

Manchmal entdeckt man einen neuen Lehrer und einfach alles was er oder sie macht ist nur großartig. Man vergöttert ihn oder sie als quasi unfehlbar. Und dann ist die Ent-Täuschung groß, wenn man merkt, dass es z.B. finanzielle Unregelmäßigkeiten gibt. Auch Online-Dating macht es leicht, in eine fremde Person alles zu projezieren, was wir uns ersehnen – um dann zu merken, dass wir uns im Gespräch nichts zu sagen haben.

So verständlich die Sehnsucht nach dem Perfekten, Unfehlbaren ist – unserem Gegenüber wird das nicht gerecht.  Sehe ich den anderen oder nur meine Wunschphantasie?

Für mich liegt das Wunder des Cellos auch darin, dass es einen ganz irdischen, handwerklichen, „schreinerischen“ Aspekt hat: aus Holz geschnitzt, gesägt, gehobelt, geleimt. Das schmälert die Magie überhaupt nicht. Schwingendes Holz.

Im Gegenteil.

Ich lade Dich ein, in 2018 dem physischen Aspekt des Cellos und Deiner selbst zu begegnen. Deinen Knochen und Muskeln, dem Nervensystem, deiner Seele und Deiner Phantasie – und wie all das zusammen mit Deinem geliebten „Holzkasten“ ein lebendiges, facettenreichen Spiel wird!

Cello-Glück des Jahres 2018!

Du möchtest die Termine sofort in Dein Postfach? Trag Dich unter http://leicht-bewegen.de/ in den Newsletter ein!

Perfekt unperfekt! – Perfectly imperfect!

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„Schon wieder ein cello-sophischer Blog. Warum gebe ich nicht konkretere, handfestere Tips?“

Geht es hier immer nur um die große Sinnfrage? Den großen Pathos? Psycho-Gelaber? Warum schreibe ich mehr „Tiefsinniges“ als „handfest-Praktisches“ für dich?

Ich kann nicht anders.

Ich bin überzeugt, dass wir zuviel an Symptomen schrauben, anstatt zu akzeptieren, dass verdammt viel einfach „geht“, wenn wir so etwas wie „Integrität“ erleben. Und was aus diesem Zustand heraus entsteht, übersteigt meistens das, was wir vorher für möglich hielten. Also muss man halt ein paar Dinge VORHER klären.

Mein Unterricht basiert auf folgenden Grundsätzen:

  1. Jede Aktion beginnt in Kopf, Herz und Seele
    Und wenn´s gut läuft, sind die sich einig. Wenn nicht, brauche ich nicht an meiner Koordination „schrauben“. Die Intention und innere Haltung mit der ich etwas angehe, bestimmt a) wie es mir bei dabei geht, b) das Resultat und c) wie es mir danach geht, falls es mir gelingt oder ich scheitere.
  2. 1 + 1 = 3
    Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Teile. Wenn alle Anteile unseres Körpers und Wesens gut „orchestriert“ sind, können Menschen Übermenschliches erreichen.
  3. Unsere innere Weisheit und Koordination ist genialer als jeder Alexander-Technik-Lehrer.
    Für Spezialaufgaben gibt es Spezialisten. Spezialisten gibt man die besten Bedingungen und lässt sie dann ihre Arbeit machen. Und man spricht ihnen aufrichtige Wertschätzung dafür aus.
    Mein Verdauungssystem weiß, wie man Tortilla so in die Einzelteile zerlegt, dass die meisten Nährstoffe im Körper ankommen. Meine Atmung weiß, wann wo was an Sauerstoff rein und an CO2 raus muss. Mein Nervensystem weiß, welche Millionen von Mikro-Justierungen in meinem Körper nötig sind, um ein Schumann-Konzert zu spielen (o.k. – mein Nervensystem weiß das nicht, aber deins vielleicht schon?  😉 ) usw.
    Mein Job ist, eine klare Intention zu formulieren, genügend Übesituationen anzubieten, zu fragen, was gebraucht wird und dann die Spezialisten einen geilen Job machen zu lassen.Sich selber nicht im Weg zu stehen ist die größte Kunst.
  4. Darf´s auch schiefgehen?
    Freier Klang entsteht in einem freien Menschen. Nichts spricht gegen die kraftvolle INTENTION des perfekten Klangs, aber was perfekt sein MUSS, ist nicht frei. Vergiss´es.
  5. Darf´s auch gelingen?
    Wir tun immer so, als hätten wir Angst vorm Scheitern. Ich glaube, viel öfter haben wir Angst vorm Gelingen. Traue ich mir eigentlich das Gelingen zu? Ver-traue ich eigentlich meinem Mega-Spezialisten-Team? Was, wenn ich plötzlich nur halb so grandios wäre, wie in meinen Größenfantasien? Oder scheitere ich lieber, weil ich so Zuwendung bekomme und niemandem auf den Schlips trete?

Nach einer Woche mit drei Workshops und 26 Einzelstunden mit acht jungen, großartigen Musikerpersönlichkeiten war im Schlusskonzert dieser Spirit zu spüren.

Danksagung

Ich danke von Herzen Stephan Schrader, der diesen Raum jedes Jahr schafft, den Cellisten und Cellistinnen und meinem Coach Bärbel Lonczyk, die mich unermüdlich ermutigt, stärkt und inspiriert.

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„Yet another cello-sophic blog article. Why am I not prociding more concrete, practical tipps?

Is this blog always about the question of meaning? The huge pathos? Psycho-talk? Why am I writing a lot more about these „profound“ things than practical-tangible stuff?

I just can´t help it.

I´m convinced that we spend too much time tweaking the symptoms instead of accepting that there´s a really great deal that easily works if we´re in a state of integrity. And in this state the results we procuce pretty often exceed what we thought possible before. And if we´re not in this state there are a few thing to clarifiy – in ADVANCE.

Here are the principles of my teaching:

  1. Every action originates in mind, heart and soul.
    And if things are going well they are at one with each other. If they disagree there´s no use tweaking the coordination. The intention and inner bearing of my approach to a task determines a) my state of being while executing it, b) the result c) the state of my being in case I fail or succeed.
  2. 1 + 1 = 3
    A human being is always more than the sum of its aspects. When all aspects of our self are well „orchestrated“, human beings can achieve super-human results.
  3. Our inner wisdom and coordination is much more genius than any Alexander technique teacher could ever be.Specialists solve special tasks. Specialist are to be provided with the best working conditions and not to be disturbed. And one should regularly express deeply the value and appreciation of their expertise.
    My digestive system knows best how to split a Tortilla into particles so that all the nutrients reach their usage site. My breathing systems knows where oxygen is needed and carbon dioxyde has to be removed. My nervous system knows which of the billions of micro adjustments are neccessary to play a Schumann concert. (well – actually my nervous system doesn´t, but yours propably does) etc.
    My job is to clarify my intention, offer practise opportunities, ask for what´s needed and then hand over to the specialist and let them do their f*ing awesome job.Not to stand in one´s own way is the greatest piece of art.
  4. Am I allowed to fail?
    Free musical expression is the resonance to a free human being. There´s nothing to be said against a powerful INTENION of the perfect sound – but: what MUST be perfect can´t be free. Forget about it.
  5. Am I allowed to succeed??
    We act as if we were anxious of failing. I think more often we are anxious of suceeeding. Do I rely on my ability to succeed? Do I rely on my megy-team of specialists? What if I were have as terrific as in my megalomanian fantasies? Do I prefer failure because it provides attention and I don´t tread on someones toes?

After a week of teaching three workshops and 26 sprivate sessions with 8 young, amazin personalities this spirit was cleary present in the final concert.

From the depth of my heart I thank Stephan Schrader for creating this space every year, the participating cellists and my coach Bärbel Lonczyk, who tirelessly encourages, empowers and inspires me.

Make piece – not war – with your tensions

Please scroll for English version

Eine Seuche geht um in der Welt. Ganz besonders gefährdet sind Musiker und Musikerinnen aller Couleur. Sie ist hochansteckend und so weit verbreitet, dass sie uns ganz normal vorkommt.

Die „Entspann-Dich“-Epidemie, kurz: EDE.

Andere Namen: „Lass-mal-locker“-Seuche oder „Relaxation disease“.

Symptome:

  • Du bist unzufrieden mit dir, denn glaubst, du müsstest lockerer sein.
  • Du hast Lehrerinnen und Lehrer, die dir empfehlen, du sollest „lernen zu entspannen“.
  • Wie ein Mantra sagst du dir immer wieder: „locker lassen, locker“. Gern in Verbindung mit dem Wort „einfach“ (einfach locker lassen)
  • Du strengst dich an, locker zu sein zu müssen.Fortgeschrittenes Stadium:
  • Du bist frustriert, weil du es dir immer wieder sagen musst. Anscheinend bist du selbst zum locker lassen zu blöde.
  • Du erlebst deinen Körper als Gegner, weil er ja immer wieder diese unnötigen Spannungen produziert. Obwohl du ihm doch das Gegenteil sagst.
  • Besonders in Auftrittssituationen merkst du, wie unlocker du bist. Du spürst, wie dein Atem stockt, die Oberschenkel fest werden und die Arme hart. Du weißt: Verspannt klingt scheiße. Also musst du dich jetzt entspannen. Sofort. Klappt aber nicht.Zwei Jobs gleichzeitig: 1. Spielen 2. Entspannt sein.

Das schlimmste Leid der Betroffenen ist aber ein perfides Gefühl des Versagens und der Unzulänglichkeit.

Du bist nicht allein.

Ursache: Der weitverbreitete Glaubenssatz, es gäbe so etwas wie „unnötige Spannungen“. Per Definition entsteht dadurch ein Konflikt zwischen dem Körper der diese angeblichen „unnötigen“ Spannungen produziert und einem Willen, der „Entspannung“ fordert.

Ein Land im Krieg kann nicht erblühen.

Erst Frieden schließen. Dann Wiederaufbau. Und möglichst alle Parteien einbeziehen.

Im Krieg mit dir selbst kannst du nicht klingen.

Erst Frieden schließen, dann aufbauen. Mit allen Beteiligten: Körper, Geist, Herz, Seele, Verstand, Instrument, Umgebung.

In diesem Video erfährst du, wie du Frieden schließen kannst mit deinen Spannungen.

Und trotzdem: Feste Arme, krallende Hände, hochgezogene Schultern und Füße: Wir wissen, dass das nicht gut klingen kann.

Richte deine Aufmerksamkeit konsequent, absichtsvoll und ausschließlich auf das was trägt, stützt und stabilisiert. In jeder Hinsicht. Jederzeit. Und deine Spannungen werden sich in Luft auflösen. Garantiert.

Sei geduldig.

Und vergiss nicht zu FEIERN!!!!

Du willst wissen, wie es weitergeht? Oder wo du an einem CelloBliss-Workshop teilnehmen kannst?

Hier kannst du dich in meinen Mailverteiler eintragen!

Bleib dran. Es ist wichtig.

Make peace – not war.

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A disease is spreading all over the world. Musicians of all kinds are especially in danger to be infected. It´s epidemic, highly infectious  and already so common that we think it´s normal.

The „Relaxation diseaseRD.

Other synonym: „Letting-go“-Plague

Symptoms:

  • You´re not satisfied with yourself because you think you should be more relaxed.
  • Teachers are advising you to “learn to relax”.
  • Like a mantra you´re repetitively telling yourself „let go, let go“. Often combined with the word “just”: “just let go”.
  • You´re trying hard to be more relaxed.Advanced stadium:
  • You´re frustrated as you have to keep telling yourself to let go. Seems like your even to stupid to let go.
  • You experience your body as an enemy because it keeps producing these unnecessary tensions – although you´re telling it the opposite.
  • You realize especially in performance situations you how tight you are. You notice how your breathing stops, your thighs and arms become hard. You know: Playing like this will sound horrible. So you´ll have to relax. NOW. Immediately. But you don´t succeed.Two jobs simultaneously: 1. Play 2. Be

The worst suffering of those infected is a nagging feeling of failure and inferiority.

You are not alone.

The reason: The common belief that there were such things as “unnecessary tensions”. This belief creates – qua definition – a conflict between a body (producing these so called unnecessary tensions) and the intention of the mind to produce “relaxtion”.

A country won´t flourish during war.

First: peace. Then rebuilt. Including as many as possible.

Your sound won´t shine if you´re in war with yourself.

Make peace, then rebuilt. With all participants: body, mind, soul, spirit, instrument, surrounding.

Watch this video to understand your tensions and how to get rid of them.

And yet: tight arms, cramping fingers, tense shoulders and feet: We all know that this can´t produce a rich sound.

Direct your awareness deliberately and consequently only to everything that supports, carrys and stabilises. In every way. All the time. And your tensions will disappear. Guaranteed.

Be patient.

And don´t forget to CELEBRATE!!!

You want to know how to continue? You want to know where to participate a CelloBliss-Workshop?

Sign up here. And stay tuned. It´s important.

Make peace – not war.

Fall aus der Balance und spiel besser! – Loose your balance and play better!

Please scroll for English version!

Wie geht´s dir mit deinen Hüftgelenken? Hast du Spaß?

Jetzt habe jetzt eine Information für dich, die ich in fünf Jahren Arbeit mit ca. 300 Cellisten herausgefunden habe. Bisher ist mir niemand in Cello-Land begegnet, der sie unterrichtet.

Das Geheimnis
für starken Klang
mit minimalem Aufwand
und stabile Intonation.

Wenn du „in Balance“ bist, wenn du dein Cello zum spielen aufnimmst, hast du leider verloren!

„Waaaaaasss?“ – höre ich dich rufen. „Jetzt habe ich all die Jahre geübt aufrecht zu sitzen und gerade und entspannt und und und…. jetzt kommst du und willst mir erzählen, dass das alles FALSCH ist?“

Ja. Sorry.

Nun ja – wenn du beim Essen sitzt oder am Computer oder in der Bahn ist balancierte Aufrichtung was Feines, aber wenn es um effizientes Cellospielen geht, leider nein.

Wenn du „in Balance“ bist, bevor du zu spielen beginnst, wird alles schwerer.

Es reduziert deine spielerische Freiheit, reduziert deine Power, schwächt Intonation und Kontrolle und ist unnötige Arbeit für den Rücken.

Bevor du jetzt die Überbringerin der Botschaft killst, bitte ich dich, folgendes Experiment mit mir durchzuführen. Es kann dein Cellospielen für immer verändern – im Positiven natürlich!

Du brauchst dafür eine ebene Fläche und zwei Bücher, ein großes und ein kleines.

TEIL 1

  1. Das große Buch steht in diesem Experiment für dich, das kleine repräsentiert dein Cello.
  2. Stell beide Bücher so hin, dass sie „aufrecht“ sind und „in Balance“. Aber entspricht das der Situation beim Cello-Spielen? Natürlich nicht.
  3. Lehne jetzt das kleine (Cello)Buch an das große (Körper)Buch. Was passiert?
  4. Das Kleine kippt und wirft das Große mit um.

WARUM?

Warum ist das kleine Objekt so viel “stärker” als das große?

Weil das kleine „fällt“ und damit die Schwerkraft auf seiner Seite hat. Das kleine, kippende Objekt ist stärker als die labile Balance des größeren Objekts.

TEIL 2

  1. Das große Buch steht in diesem Experiment für dich, das kleine repräsentiert dein Cello.
  2. Arrangiere die beiden Bücher jetzt so, das seine Form entsteht, die an “Cello Spielen” erinnert.
  3. Geschafft? Bravo! Wie hast du das gemacht? Sei genau in deiner Beschreibung!
  4. Welches der beiden Bücher muss sich ZUERST bewegen?
  5. Das große. Also: DU!

Dass größere Objekt muss seine Balance verlassen um die Bewegungsenergie des kleineren aufzufangen. Zusammen finden sie einen neue, gemeinsame Balance die viel stabiler ist, als jeder für sich.

„ABER” denkst du vielleicht, „ich sitze doch balanciert und mein Cello schubst mich nicht um.“

Stimmt. Aber wer macht die Arbeit?

Deine Rückenmuskulatur.

Wenn du dich nicht ZUERST auf dein Cello zubewegst, verhindern deine Muskeln das „Umkippen“.

Ein Muskel, der mit Halten beschäftigt ist, kann nicht gleichzeitig Cello-Spielen.

Ich hasse Energieverschwendung.

Hier also eine neue Choreografie für dich:

Schritt 1: “Stehen” auf dem Po”

Schritt 2: Vorwärts bewegen von den Hüftgelenken aus

Schritt 3: Kontakt mit dem Cello.

Schritt 4: Kuscheln und begegnen

Lächeln an jeder Stelle erwünscht!

Und jetzt musst du wahrscheinlich den Stachel kürzer machen..

Abgekürzt:

Stehen – Vorwärts – Kontakt – Kuscheln!

Ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass du als Cellist oder Cellistin ahnst, was das für dich, dein Kontaktstelle, deine Effizienz bedeuten kann.

Du musst deine eigene Balance opfern um eine neue – stabilere, lebendigere – mit deinem Cello zu finden!

Ich bin mehr als neugierig, was du davon hältst. Bitte, bitte, bitte – verrätst du mir, was du davon hältst? Danke!

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How are you doing with your hip joints? Enjoying them?

It took me five years and the work with about 300 cellist to find out that bit of information I´m about to give to you now. Up to now I didn´t meet anyone in „Cello land“ who teaches it like this,

The secret
for a powerful sound
and stable intonation
with minimum effort.

If you´re are “in balance” as you take up your cello to play YOU´RE LOST!!!

„WHAT?“ – I hear you saying. „I trained all those years to sit upright and balanced and relaxed, and and and  – and now you´re telling me it´s all WRONG?“

Yes. Sorry

Well, o.k., it´s not wrong when you´re sitting at a desk or a table or in the train being upright an balanced is a wonderful thing. But if it comes to efficient cello playing it´s not.

If you´re „in balance“ before you start to play everything get´s harder.

It reduces your freedom, reduces your power, weakens your intonation and control and creates unnecessary work for your back.

Before you shoot the messenger I ask you to do an experiment with me that can change your cello playing forever – for the better of course.

You need a plane area and two books, a bigger one and a smaller one.

PART 1

    1. The bigger book represents you and the small book represents your cello.
    2. Place both books upright on the edge so that they “stand up straight” and are balanced. But is this the situation we have in cello playing? Of course not.
    3. Lean the little book towards the big book. What happens?
    4. Right – the smaller one drops and pushes the bigger one over.

WHY?

What makes the little book so “strong” that it pushes the big one over?

Because the “dropping” object has gravity on its side. The small, dropping object is stronger than the weak balance of the bigger object.

PART 2

  1. The big book represents you and the small book represents your cello.
  2. Arrange both objects in such a way that you create a “cello-playing-like” shape.
  3. You did it? Bravo! How did you do it? Be precise!
  4. Which of the objects has to move FIRST?
  5. Right. The big one has to move first. Which means: YOU!

The bigger object has to leave it´s balance in order to catch the movement energy of the smaller object. Together they form a new balance that is much more stable than each on their own.

„BUT“ – you will think – „I do sit balanced and my cello doesn´t push me over.“

Correct. But who is doing the work?

Your back muscles.

If you don´t move towards your cello FIRST your muscles have to keep you from dropping.

A muscle being busy holding you up is not busy cello playing.

I hate waste of energy.

So here´s the new choreography:

Pick up your cello, put it on the end pin.

Step 1: “Stand” on your butt”

Step 2: Hinge forward a tiny bit from your hip joints

Step 3: Meet your cello on the way.

Step 4: Hug your cello to say “Hello”

Add smiling whenever you like!

You´ll have to adjust your end pin length again.

Short cut:

Stand – Hinge – Meet – Hug!

I hope from my deepest heart that – being a cellist – you have a sense what this physical truth can mean for your sounding point and your efficiency.

You must sacrifice your own balance in order to find a new – more stable and livelier one – with your cello!

I´m more than curious about what you think. Please, please, please – will you convey to me what you think about this? Thank you!

Liegst du noch oder stehst du schon – beim Cello-Spielen? / Do you stand behind your cello – or are you still lying?

Bild

Please scroll for English version!

Cello wird sitzend gespielt. Nicht stehend. Logisch, oder? Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen Stehen und Sitzen?

*

***Denkpause***

*

Die Antwort ist erschreckend einfach: Die Beine werden gefaltet. Sonst nichts. Dadurch verlagert sich das Gewicht des Körpers von den Füßen auf den Po.

„Sitzen“ ist „wie Stehen – nur auf dem Po.“

Mit freundlicher Genehmigung meines Kollegen Tim Soar und des Grafikers Aron Cserveny

Machen wir den Realitäts-Check: Wie fühlt sich das Sitzen am Cello für dich an? Bei manchen Cellisten, besonders denen mit Knickstachel, hat man ja manchmal den Eindruck, sie liegen eher unter ihrem Instrument.

Deine tragende Basis – dein Fundament – im Sitzen ist das Becken.

Selbstversuch:

Stell dich aufrecht hin, ganz normal auf beide Beine. Denke: „Jetzt stehe ich auf den Füßen. Gleich stehe ich auf meinem Becken.“ Falte dann die drei Gelenke in den Beinen (Hüfte, Knie, Füße) und „stell dich auf deinen Po“. Kommt dabei ein anderes Sitzen als normalerweise raus?

Gegenprobe:

Stell dich wieder hin, und denke: „Ich setze mich ans Cello (so wie immer).“ Inwiefern ist das anders?

Es lohnt sich, diese beiden Varianten mehrfach auszuprobieren und sich dabei am besten zu filmen. Ich bin mir sicher, dass du interessante Ergebnisse gewinnst!

Die wichtigsten Gelenke zum Cello-Spielen:

Ich finde, die wichtigsten Gelenke zum Cello-Spielen sind die Hüftgelenke. Warum? Ohne Hüftgelenke kann man sich nicht setzen (s.o.). Außerdem wären wir ohne sie zum „stocksteif“ sein verdammt. Und wie das klänge, möchte ich mir gar nicht vorstellen. Die Hüftgelenke sind die Schnittstelle zwischen den Beinen und dem Rest des Körpers. Sind sie frei beweglich, wird Bodenkontakt erst möglich, die Wirbelsäule entlastet und sogar die Atmung erleichtert. Dieser Zusammenhang würde jetzt aber den Rahmen sprengen.

Kurz: Hüftgelenke sind zentral, extrem wichtig, eine grandiose Erfindung der Evolution – und gnadenlos unterschätzt.

Deshalb bitte ich dich: Erkläre die Zeit bis zum nächsten Blogartikel (ca. 2 Wochen) zur Woche der Hüftgelenke.

Es wird dein Wohlfühlen beim Spielen revolutionieren und außerdem haben sie das verdient!

Unsere Vorstellung davon, WO sich diese Wunderwerke in unserem Körper befinden, ist oft sehr diffus. Deshalb benutzen wir leider oft Körperbereiche zum „falten“, die dafür gar nicht gemacht sind.

Hüftgelenks-Ortung:

Stell dich nochmal auf und setz dich wieder hin. Welches „Scharnier“ gebrauchst du dafür?

Sieht es bei dir ungefähr so aus?

Oft glauben wir, die Hüftgelenke wären oben am Beckenkamm.

Wenn wir uns mit dieser Idee setzen, kommt das dabei raus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Steh bitte nochmal auf. Taste entlang der vorderen Beckenkante (Schambein) bis zur Leistengegend.

In diesem Bereich befinden sich deine Hüftgelenke, das „Scharnier zum Falten“. Nimm dir Zeit, diese neue Information zu realisieren.

 

 

Lockere jetzt dein Gesäß und setz dich wieder hin. War die Bewegung anders? Sitzt du jetzt anders?

 

 

 

Die meisten Menschen sitzen jetzt aufrechter und entspannter. Sie stehen wirklich auf ihrem Becken, das jetzt auch aufrechter ist. Der Körper ist mehr in Balance – und dadurch braucht die Aufrichtung weniger Muskelkraft.

 

Wenn du das jetzt ans Cello überträgst, wirst du mit Sicherheit deine Stachellänge anpassen müssen.

Dies ist eine Zwischenphase!

Spiel damit herum – am besten zunächst ohne Cello. Beobachte deine genialen Hüftgelenke beim Gehen, beim Sitzen im Zug oder beim Schuhe anziehen. Wo überall kann die neu entdeckte Beweglichkeit deiner Hüftgelenke praktisch sein? Probiere es am Cello aus – und wenn es da schwierig ist, quäle dich nicht! Hauptsache ist in dieser Lernphase die Freude an der runden, reibungsfreien Bewegung in der Körpermitte.

Wir brauchen sie dringend zum Cellospielen. Im nächsten Blog schaffen wir die Verbindung!

Bis dahin: Happy Hip-Joints!

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We play the cello sitting. Not standing. Obvious, isn´t it? But what´s the difference between sitting and standing?

*

***pregnant pause***

*

The answer is alarmingly simple: We fold our legs. That´s it. By doing this the weight of our body is shifted from the feet to the butt.

„Sitting“ is „like standing – just on the butt.“

By courtesy of my collegue Tim Soar and graphic designer Aron Cserveny

Let´s make a reality check: How does sitting with the cello feel like for you? Some cellists – especiallly those with a bent endpin – seem to be lying under their cello.

Your supporting basis – your fundament – as you sit is your pelvis.

Experiment on yourself:

Stand up on both legs – just normal. Think: „I´m now standing on my feet. Soon I´ll be standing on my pelvis.“ Then fold the three joints of the legs (hips, knees, ankles) and „stand on your butt“. Does that result in a different way of „sitting“?

cross check:

Stand up again – thinking: „I´m sitting down to play the cello – as always.“ How is this different?

Playing and experimenting with this two versions is absolutely worth it. And if you video yourself doing it I´m sure you´ll gain precious insights!

The most important joints for cello playing:

The hip joints are crucial for cello playing. Why? Without them we couldn´t even sit down. Furthermore we would be condemned to immobility. And I don´t want to even image what that would sound like. The hip joints connect legs and torso. If they can move freely they enable us to have ground contact, they are a relief for our spine – and even the breathing frees up.

In short: hip joints are central, crucial and an astonishing design of the evolution – and so incredibly underestimated.

Therefore I urge you: Declare the following two weeks as „weeks for the freedom of hip joints“.

It will boost your wellbeing in cello playing and they simply deserve to be appreciated every single day!

Our phantasies about WHERE they are actually located are often quite clouded. That´s why we often accidentely mis-use other parts of our bodies for the folding movement that are not designed to do so.

Locating the hip joints:

Stand up and sit down again. What is the hinge you use for that movement?

Does it look similar like this?

We often believe that our hip joint are way up where we can feel a bony structure.

As we sit down with this idea that´s the result.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand up again. Palpate along the front bony edge of your pelvis (pubic bone) until you reach the groin.

In this area our hip joints are located – the hinge designed for folding. Take your time until you have realised this new information.

Now release your buttocks and sit down again. How is the movement different? Is your sitting different?

Most people are now sitting more upright with less tension. They are literally standing on their pelvis which is easily upright. They are more in balance which results in less muscular effort for being upright.

If you now transfer this to the cello you will definetely have to adjust the length of your endpin.

This is an intermediate phase!

Play with this ideas – preferrebly without the cello. Observe your gorgious hip joints throughout your day – as you walk, sit in the train or put on your shoes. Where can you apply this newly discovered freedom? You can already apply it to the cello – if it disturbes you – don´t worry! In this learning phase the most important part is having joy with the roundness and ease in this central area of your body in everyday life!

We need it for a great sound. The next blog will make this connection! Don´t miss it!

Until then: Happy Hip-Joints!

Die erogenste Zone des Cellos: Widerstand suchen – Reibung genießen! / The most erogenous region of the cello: Searching resistance – enjoying friction!

Please scroll for English version.

Ich wünsche dir ein herrliches neues Jahr und Freude mit dir selbst und deinem Instrument! Schön, dass du hier bist.

Das Thema Kontaktstelle („Klangstelle“ – im Englischen) beschäftigt mich schon lange. Wo Saite und Bogenhaar sich treffen, kanalisiert sich alles, was wir an Material, Technik, Kraft und Durchlässigkeit zu bieten haben. Hier entsteht und spielt die Musik!

Ist dadurch die Kontaktstelle nicht die erogenste Zone des Cellos?

Aber dazu später mehr. Zunächst eine Anekdote:

Nach dem Weihnachtsgottesdienst stand der Priester am Ausgang, reichte allen Besuchern die Hand und wünschte ein gesegnetes Weihnachtsfest. Eine schöne Geste! Ich erwiderte den Handschlag gern. Allerdings fühlte sich die mir entgegengestreckte Hand für mich an wie ein mit Wackelpudding gefüllter Gummihandschuh. Intuitiv fasste ich nach. („Da müssen doch irgendwo Knochen in der Hand sein…?“)

So wurde aus dieser kleinen Begegnung ein peinlicher Moment.

Kontakt braucht Widerstand.

Widerstand heißt, dass ein Objekt dem Versuch es in Bewegung zu versetzen eine Kraft entgegensetzt. Und wir brauchen diese Gegenkraft, um Kontakt aufnehmen zu können. Die Hand des Monsignore bewegte sich zwar auf mich zu, setzte mir dann aber keinen Widerstand mehr entgegen. So lief ich „ins Leere“.

Ohne Widerstand kein Kontakt. Ohne Kontakt kein Klang. Schade.

Deswegen nehmen wir ja auch Kolophonium – nicht Öl – als „Gleitmittel“. Wir brauchen den Widerstand, die Substanz. Wir brauchen etwas, das erst „nein“ sagt, bevor es zustimmt Reibung und Schwingung zu erzeugen. Beim Tango wird der Tanz erst spannend, wenn die folgende Person minimal zeitverzögert reagiert. Gelingt diese positiv zähe Elastizität, brennt zwischen den Tanzpartnern die Luft.

Widerstand heißt nicht Konflikt oder Kampf.

Er ist einfach nur eine Kraft, die mir entgegenwirkt, die mir Resonanz auf meine Aktion gibt. Ist es nicht herrlich, wenn ein Handschlag gelingt, hinter dem zwei ganze Personen stehen? Wenn zwei Menschen sich einander begegnen: nicht zurückzucken, aber auch nicht „zudrücken“? Entsteht in diesen Momenten nicht manchmal eine erstaunliche Intimität und Nähe? Was wäre, wenn wir Widerstand und Reibung positiv begrüßen, vielleicht sogar wünschen, anstatt sie negativ zu bewerten?

Und auch sonst ist Reibung an der richtigen Stelle herrlich, oder?

Was hat das mit Klangerzeugung zu tun?

Naja – salopp gesagt, machst du es dir beim Cello spielen selbst. Du bist verantwortlich für beide Seiten der Kontaktstelle.

Beim Cello-Spielen bist du verantwortlich für beide Seiten der Kontaktstelle.

Um die Bogentechnik kümmern wir uns in epischer Breite, aber wie steht es mit der anderen Seite? Die Fertigkeiten Deiner Bogenhand können ihren Zauber erst dann voll entfalten, wenn die Saiten einen guten Gegenkontakt bieten. Und diesen Gegenkontakt stellt der ganze Körper (Bein und Torso) her. Diesem genauso entscheidenden Teil sollte dieselbe Sorgfalt und Aufmerksamkeit geschenkt werden, wie der Bogentechnik.

Warum? Über 80 % aller Cellist*innen mit denen ich gearbeitet habe (mittlerweile über 300) ziehen im entscheidenden Moment das Cello unterm Bogen weg. Warum? Weil das Ausholen mit dem Bogenarm in Kombination mit einem nach hinten gekippten Becken den Brustbereich kollabieren lässt. Da liegt aber das Cello drauf. Wie beim Handschlag mit dem Monsignore versucht der Bogenarm nachzufassen.

Die Folgen: Rückenschmerzen (denn wir versuchen intuitiv die Stabilität wieder herzustellen) und ein müder Bogenarm (der statt satt zu landen, den Kontakt suchen muss).

Umgekehrt hat bei fast allen ein größere Stabilität von Cello-Seite aus zu besserem, satterem, kontrollierterem Klang geführt.

Du willst, dass dein Spiel brandheiß, spannend und aufregend ist? Kümmer dich um die andere Seite!

Wie?

  1. Beobachten!Nimm dich im Profil beim Üben auf, und beobachte, wohin dein Körper und Cello sich bewegen, besonders in hohen Lagen oder bei kräftigen Einsätzen. Freu dich über alles, was du merkst.
  1. Ausprobieren!

    Spiel lange Töne auf leeren Saiten. Lass dann das Becken langsam nach hinten sinken bzw. nach vorne kippen, OHNE dass du mit dem Arm den Bogenkontakt korrigierst? Was passiert mit dem Klang? Wenn Du nichts merkst, nimm dich auf Video auf!Achtung: Dies ist keine Anweisung zum „Beckenschaukeln“!!! Es ist eine Wahrnehmungsübung damit du merkst, welchen Einfluss du über den Körper auf den Klang nehmen kannst.
  2. Fokus auf „Gegenkontakt“Fass dich selber an! Leg z.B. eine Hand auf dein Bein und spüre es mit der Hand. Dann spüre mit dem Bein deine Hand! Was ist leichter? Was passiert, wenn du beides gleichzeitig spüren willst?Wenn du die Beine überschlagen hast, mach dasselbe Spiel. Oder leg die Handflächen aneinander. Oder, oder, oder… Finde unendliche Spielmöglichkeiten mit den zwei Seiten des Kontakts.
  3. Ändere deine Perspektive!

    Spüre den Kontakt zu deinem Bogen durch das Cello. Als würde das Cello den Bogen spielen und nicht umgekehrt. Was suchst du in diesem Kontakt? Einen satten Handschlag, zartes Streicheln oder heißen Sex? Vergiss nicht: „It takes two to tango!“Was immer es ist: wie beim gelungenen Handschlag kann eine große Intimität entstehen, wenn beide Partner einer Berührung sich ganz in diese Hineingeben.

Oft wünschen wir uns Kontakt, aber wenn er dann da ist zucken, wir zurück. Kontinuierlich immer wieder den Kontakt neu einzugehen und dranzubleiben braucht manchmal mehr Mut als wir denken. Jedenfalls geht es mir so. Dir auch?

Auch ich freue mich natürlich über Resonanz – z.B. in Form deines Kommentars oder deiner Newsletter-Anmeldung. Dafür bekommst du dann weiterhin Tipps und Ideen für besseren Klang mit weniger Anstrengung. Auch Reibung und Widerstand sind wärmstens willkommen, aber nicht Bedingung!

Und jetzt viel Freude beim sinnlichen Spielen!

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I´m wishing you a happy new year and lot´s of joy with yourself and your instrument! I´m glad you´re here!

I have been considering the topic “sounding point” (contact point in German) for a long time now. Where bow hair and string meet everything we have to offer regarding material, technique, power and ease is channeled. This is the origin of the sound! This is where the action is!

Isn´t the sounding point therefore the most erogenous region of the cello?

To be continued. But at first a little anecdote:

After the Christmas mass the priest stood at the exit, shaking hands of the parishioners and wishing them a merry Christmas. What a nice gesture! So I took his hand in return. But for me it felt like a rubber glove filled with jelly. By intuition I tried to get a grip. (“There must be bones somewhere in this hand…”)

So this is how our little encounter turned into an embarrassing moment.

Contact needs resistance.

Resistance is the force an object puts up against the attempt to be set into motion. And we need this counterforce to get into contact. Although the hand of the Monsignore approached me it didn´t put up any resistance against mine. So mine missed its mark.

No contact without resistance. No sound without contact. What a pity.

This is why we use rosin – instead of oil – as a “friction agent”. We need the resistance, the substance. We need something that answers “No” before it consents to getting into friction and vibration. In Tango the dance becomes exciting when the Follower reacts with a minimum of delay. If this positive ductile elasticity succeeds it can become a “high voltage dance”.

Resistance does not equal conflict or fight.

It is just a force opposing mine and giving me resonance to my actions. Isn´t a successful handshake in which two persons meet a terrific thing? When two people truly meet each other – not flinching – not squeezing? Amazing intimacy and closeness is possible in these moments. What if we would appreciate resistance and friction, possibly wishing for them instead of judging them as negative?

Anyway: Friction at the right spot is a blissful thing, isn´t it?

What does this have to do with sound production?

Well – casually said: You´re “pleasing yourself” when you play the cello. You are responsible for both sides of the contact point.

You are responsible for both sides of the sounding point.

We are bothering about our bow technique in great detail – but how about the opposite side? Your bowing skills can only unfold their true magic only if the strings offer a decent counter contact. And this counter contact is created by your whole body (especially legs and torso). This part is equally important and should be considered with the same accuracy and attention as the bowing skills.

Why? More than 80 % of the cellist I have worked with (more than 300 by now) are flinching their cello away from the bow in the critical moment. Why? Because the combination of a backwards dropping pelvis with an extended bow arm preparing for the great attack leads to a slumping of the ribcage area. Unfortunately that´s where the cello is supported. And similar to what I did when I wanted to shake the hand of the Monsignore the bow arm grips tighter in order to achieve the contact.

The consequences: Back pain (because intuitively we try to regain the stability) and a tiered bow arm (searching for contact but missing the mark).

Vice versa the majority of these cellists created a better, juicier, more controlled sound after achieving more stability from the perspective of the strings.

You aim for a sound that is red hot, exciting and interesting? Take care of the other side!

How?

  1. Observe!Video yourself as you practice from a side perspective and observe the movement of your body with the cello. Especially when you play high notes or want to be loud. Celebrate everything that you notice.
  2. Explore!Play some long notes on open stings. As you do this let your pelvis slowly rock backwards and forwards WITHOUT adjusting the bow. What happens to the sound? If you don´t notice a change make a video.ATTENTION: This is not an advice to do weird things with your pelvis! It is an exercise to increase your awareness of how you can influence the quality of the sounding point through body movement.
  3. Focus on “counter contact”!Put hands on yourself! E.g. put your hand on your leg and sense the leg with your hand. Now change the perspective and sense the hand with your leg. Which one is easier? What happens if you intent to sense both sides equally at the same time?Find infinite opportunities to play with this principle.
  4. Change your perspective!Notice how your cello contacts the bow. As if the cello would play the bow – not vice versa. What is your intention for this “love affair”. Do you want a nice hand shake, a gentle teasing or hot sex? Remember: “It takes two to tango.”Whatever you’re aiming for: As with a successful handshake suddenly an intense intimacy can occur when two partners really surrender to their touch.

We often wish for contact but if it´s there we flinch. Renewing contact ever again and staying with it sometimes needs more courage than we thought. That is my experience. And what is yours?

I´m too looking forward to resonance – e.g. by receiving your comment, a share or a newsletter sign-up! In return you´ll receive even more tips and ideas on how to achieve more sound with less tension. Friction and resistance is also welcome – but not obligatory!

And now: Have fun with your sensual practicing!

Tacet. Er schweigt. / Tacet. It is silent.

Bild

Please scroll for English version.

Es ist der erste wärmere Tag nach einer bitterkalten Woche und mein Weg führt mich am Werdersee entlang, einem Nebenarm der Weser. Es ist grau, nur wenige Menschen sind unterwegs.

Irgendetwas ist anders als sonst.

gefrorener SeeEs liegt etwas in der Luft. Alles erscheint so weit und gleichzeitig nah, irgendwie klingt die Welt anders.

Irgendetwas ist anders – und obwohl jede Zelle meines Körpers dieses „anders“ versteht: für meinen Verstand ist es unfassbar. Magisch.

Auch die Möwen sehen so anders aus, wie sie da auf dem See schwimmen…

Halt! Sie schwimmen nicht. Sie stehen auf dem Wasser. Wenn sie auf dem Wasser stehen, dann heißt das, … dann heißt das, dass…

Tacet. Der See schweigt.

An diesem Tag braucht mein Gehirn sehr, sehr lange um zu verstehen, dass der See noch gefroren ist, aber durch das Tauwetter und leichten Regen von einer dünnen Wasserschicht bedeckt ist.

So einfach. So logisch. Nicht weniger magisch.

Meine Erkenntnisse:

  1. Meine Wahrnehmung verläuft in gewohnten Bahnen. Ich bin so groß wie ich bin, vorne ist vorne und unten ist unten. Alles wie immer. Was mir entgeht, ist das Verhältnis der Dinge zueinander, die Proportionen. Und hier spielt die Musik! Probier mal das:
    – Wie groß erlebe ich mich im Verhältnis zum Raum?
    – Kann ich die Stille hinter allen Klängen hören? Die leere Leinwand hinter allen Farben sehen?
    – Wie erlebe ich meine Bewegung (Lagenwechsel, Bogenführung,…) im Verhältnis zum Boden, zu den Wänden, zum Licht, meinem Atem….?
  2. Wenn eins sich ändert, ändert sich alles. Aber krieg ich das auch mit?
    Nichts ist im nächsten Moment wie es im letzten war. Ich bin jetzt nicht die selbe wie zu Beginn dieses Absatzes – und du auch nicht, wenn du es gelesen hast. Begegne ich mir, den anderen, meinem Umfeld immer wieder frisch und neu?
  3. Natur ist immer für eine Überraschung gut und die unerschöpfliche Quelle von Lebendigkeit.
    Wandern. Spazierengehen. Im Parksitzen. Das Fenster öffnen. Vor die Tür treten und das Wetter spüren. Was hörst du? Welchem Musik entsteht in dir?Du wohnst in einer Betonwüste? Irgendwo ist auch da ein Grashalm zwischen den Steinen, eine Zimmerpflanze oder eine Motte im Biogetreide… Alles kann eine Quelle sein, sich mit der Lebendigkeit der Natur zu verbinden.
  4. Unterschätze nie die Stille und trau dich öfter hin.

Ich stehe fassunglos am Ufer und erlebe diesen mir gut bekannten Ort so vollkommen neu: den Klang, die Perspektive, das Licht. Von einem Baum segeln in Zeitlupe ein paar braune Blätter zu Boden und die Intensität der Bewegung vor dem Hintergrund der Stille verschlägt mir den Atem.

Tacet.

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Today is the first warmer day after a week that was bitterly cold. I am walking along the „lake werder“ which is a side arm of our river „Weser“. Everything seems grey and only a few people are outside.

Something is different today than usual.

gefrorener SeeSomething´s in the air. Everything seems equally far and close, somehow the sound of the world is different.

Something is different – and although every cell of my body seems to understand this differentness it is incomprehensible for my mind. It´s magical.

Even the sea gulls look different today as I´m watching them swimming on the lake.

Wait! They aren´t swimming. They are standing on the water. And if they are standing it means… it means…that…

Tacet. The lake is silent.

Today my brain takes very, very long to understand that the lake is still frozen. But because of the beginning thawing and a little bit of rain it is covered by a thin layer of water.

So easy. So logical. Still magical.

My insights:

  1. My awareness works along habitual trails. I am as tall as I am, front is front and back is back. Business as usual. What I´m missing when I only follow these trails is the relationship between things, the proportions. But this is where the action is. Try this:
    – How do I experience my size in relation to the space around me?
    – Can I hear the silence behind the sounds? See the empty canvas behind all colours?
    – How do I experience my movements (e.g. shifts, bowing,…) in relation to the ground, the walls, the light, my breath…?
  2. If one thing changes, everything changes. But am I aware enough to notice that?
    Nothing is in this moment the way it was in the moment that just passed. I am not the same as I was before I wrote this paragraph. And you are not the same as you were before you read it. Do I encounter myself, others, my environment over and over again in a fresh and „virginal“ way?
  3. Natur can surprise us at any moment and is an inexhaustable source of liveliness.
    Hiking. Walking. Sitting in the park. Opening the window. Stepping out of the door and sensing the weather. What do you hear? Which music creates itself inside of you? Do you live in a concrete jungle? Somewhere you will find a leaf of grass between the stones, a plant in an office, a moth in your organic cereal… Everything can be a source to connect to the liveliness of nature.
  4. Never underestimate the power of stillness and dare to visit it more often.

I am standing at the bank. Stunned. I am experiencing this well known place in a completely different way: sound, perspective, light. Brown leaves are sailing from a tree down towards the earth in slow motion and the intensity of this movement in relation to the background of stillness takes my breath away.

Tacet.