Mit dem Körper rudern – statt gegen ihn

Das Alexander-Technik – Ruder-Projekt ist nun schon ein Jahr her – und wie ein Stein, der im Wasser Kreise zieht, verbreitet sich auch die Information in Ruderkreisen (bzw. „Quallen“).

S.Buller Rudern

Durch das stabile Becken kommt die Kraft der Beine in den Armen an!

Besonderer Dank gilt Dr. Wolfgang Fritsch von der Uni Konstanz, der nach meinem Bericht sofort überzeugt war, dass dieses Pilotprojekt in das „Trainingsspecial“ der Zeitschrift Rudersport gehört.

Den ganzen Artikel aus der Zeitschrift rudersport gibt es hier :

Ihr sucht neue Impulse für den Unterricht erwachsener Anfänger? Die Masters suchen neue Trainingsimpulse? Du hast eine individuelle Frage zu deinem Bewegungsablauf? Ich freue mich auf jede Frage, besonders auf die ganz kniffligen!!!

Herzlich, Stefanie

 

 

Was zum Freuen!

Meine Tante machte immer zwei Geschenke, etwas „Nützliches“ und „Was zum Freuen“.

„Bewegungsluxus“ ist ein „All-in-one“ – Geschenk! Eure Beschenkten bekommen ein kompetentes Coaching, in dem es individuell um ihre Bewegungsfreude und -qualität geht. Ganz nach Wunsch! Und sie nehmen aus der Stunde konkrete Genuss-Tipps mit in den Alltag. Mit Spaß und ganz viel Herz!

S_Buller_Bewegungsluxus_2014    S_Buller_Bewegungsluxus_20142

… und es ist nachhaltig, produziert keinen Plastikmüll, ….

Einheit à 50 Minuten: € 55 ( erm. € 39) *** drei Einheiten: € 150 ( erm. € 105)
Einheit à 90 Minuten: € 84 ( erm. € 75) *** drei Einheiten: € 240 ( erm. € 210)

Ich wünsche Euch schöne Weihnachts-Winter-Familien-Freunde-Genuss-Zeit!

Eure Stefanie Buller

„Alexandertechnik-Ruder-Projekt Bremen 2014“ – The Alexander technique & Rowing project Bremen 2014

Was braucht es für ein unerhört spannendes und gelungenes Projekt?

1.)    Eine Person mit Ideen, Energie und Initiative:
Alexandra Cornelius, Mentaltrainerin mit Rudertrainer-Lizenz (C), Karlsruhe

2.)    eine zweite, mit Experimentierfreude, die sich anstecken lässt:
Stefanie Buller, Bewegungscoach (Alexander-Technik), Bremen

3.)    einen ambitionierten Athleten, mit Lust auf Veränderung, „neu-Gier“ und Mut:
Ben, 25 Jahre, Wettkampfruderer, Bremen

4.)    eine Kette glücklicher Zufälle

5.)    Fleiß, Zeit und Engagement aller Beteiligten

Im Winter 2013 begann die Planung für das „Alexandertechnik-Ruder-Projekt 2014“: 14 Einheiten à 60 – 90 Minuten, davon vier auf dem Wasser, verteilt auf sieben Monate.

Ausgangsfragestellung:
Inwieweit kann ein Wettkampfruderer von einem Bewegungscoaching (Alexander-Technik) profitieren, in Bezug auf

  1. Effizienz im Krafteinsatz?
  2. Entwicklung der Rudertechnik?
  3. Regeneration?
  4. Leistungsfähigkeit / Überwindung von Leistungsgrenzen?

Bisher arbeitete ich hauptsächlich mit Profimusikern, also Leistungssportlern im feinmotorischen Bereich.

Meine Herausforderung lag darin, einen Zugang zu finden zu diesem neuen – sehr fremden – Feld des Leistungssports, geprägt von Zeitmessung, Konkurrenz, Sieg oder Niederlage und Belastungen weit jenseits Schmerzgrenze. Und gleichzeitig dem Sportler neue Möglichkeiten und unentdeckte Potentiale zu eröffnen.

„Das stellt alles auf den Kopf, wie ich Rudern denke!“
(Ben nach der dritten Einheit)

Die Regattasaison ist noch nicht beendet. Und da Ben in zahlreichen unterschiedlichen Bootsbesetzungen rudert, ist es schwer – leider – den Erfolg mit eindeutigen Zahlen zu untermauern. Da aber schon jetzt alle Beteiligten das Projekt als sehr erfolgreich einstufen, werde ich hier – nach und nach – einige Erkenntnisse und Ergebnisse mit Euch teilen. Also: „Stay tuned“

Eure Stefanie

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What are the ingredients for an undreamt exciting and successful project?

1.)    Someone with ideas, energy and initiative:
Alexandra Cornelius, mental trainer with a licence in rowing training (C), Karlsruhe

2.)    A second one – adventurous – who gets infected by the idea:
Stefanie Buller, movement coach (Alexander Technique), Bremen

3.)    An ambitioned athlete being keen on development, with curiosity and courage
Ben, 25 years, competing oarsman, Bremen

4.)    A row of happy accidents

5.)    Time, effort and energy of the whole team

In winter 2013 we started to plan the “Alexander technique & rowing project 2014”. 14 sessions  60 – 90 minutes each,  four of them on the lake, over seven months.

Opening question:
To what extent can a competing oarsman benefit from a movement coaching (Alexander technique) in terms of

  1. Efficiency in the use of power?
  2. Development of rowing technique?
  3. Regeneration?
  4. performance / overcoming of performance limits?

Up to now I have mainly worked with professional musicians, athletes in fine motor skills.

Now I was challengend to connect to this new – almost alien – field of competitive sport, defined by time measurement, winning or loosing and exertion far beyond the threshold of pain. And to simultaniously offer the athlete ways to discover new opportunities and unknown potential.

„This turns the way I think rowing upside down!“
(Ben after the third session)

The racing season hasn´t finished yet. And as Ben competes in different boats, it is unfortunately difficult to prove the success in comparative figures. But as all participants appreciate the project as successful, I will start to share some of our results and insights here with you. So: „Stay tuned“ 🙂

Yours, Stefanie

Leicht bewegen! Open Air – Coaching

Es sommert in Bremen – und wir bewegen uns draußen. Was liegt da näher, als das Bewegungscoaching mit an die frische Luft zu nehmen?

Die Ruderbewegung optimieren? Trockenübung am Steg und dann fahre ich mit dem Rad nebenher! Wir treffen uns am Werder-See!

Fahrradfahren mit entspannten Schultern und Nacken? Erst heute gab ich ein Coaching im Bürgerpark bei schönstem Wetter. Trockenübungen an einer Parkbank und dann fahren wir zusammen oder ich lauf Dir auch hinterher 🙂

„An meine Hüftgelenke denke ich immer! Seit ich weiß, wo die sind, mache ich beim Laufen größere Schritte und kann viel leichter mit den anderen mithalten!“
Leistungsruderer, Bremen, 26 Jahre

Was machst Du am liebsten in diesem Sommer draußen in Bremen? Skullen –  Joggen – Walken – Radfahren – Inline-Skaten – Slack-line ??? Dann ruf an und buche Dein Bewegungs-Coaching!

 

Alexander-Technik und Rudern / Alexander Technique and Rowing

Seit November 2016 hat der Geschäftsbereich „Rudern“ eine eigenen Internetseite. Sie finden uns unter: http://effizient-rudern.de/

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

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Rudern ist eine phantastische Sportart – auch für Zuschauer. Ich liebe es, Ruderern beim Training auf der Weser zuzusehen. Auch wer seine Beobachtungsfähigkeit schulen möcht, ist hier richtig: Bis zu 8 Personen machen rhythmisch die selbe Bewegung – und die Unterschiede in der individuellen Koordination treten in den Vordergrund.

Zwei Tage habe ich mich selber in eine Gig gesetzt – aus blanker Neugierde: Hat Alexander-Technik Ruderern etwas zu bieten und wenn ja was?

Erste Gespräche mit Hobby-Ruderern und einer Ruder-Trainerin gingen von: „Wahrscheinlich nur für Frauen!“ bis „Interessant – aber was ist der Vorteil?“

Groß-Britannien – quasi – Heimat der Alexander-Technik ist da schon weiter! Meine Recherchen fanden das hier:

Zwei der vier Goldmedallien-Gewinner haben Alexander-Technik-Stunden genommen.  Ratet mal welche! Die Unterschiede sind frappierend! Schaut Euch das Video an und vergleicht die Ruderer in Hinsicht auf:

  • Aufrichtung und „Länge“ der Wirbelsäule
  • Einsatz / Beugung der Hüftgelenke
  • „rechtwinklinge“ Ausrichtung zum Boot (zwei Teammitglieder liegen etwas „schief“)
  • allgemeiner Eindruck von Gelassenheit trotz der körperlichen HöchstleistungIch bin gespannt auf Eure Kommentare und Rückmeldungen!

Meine Antwort heute auf die o.g. Frage:

  1. Die Alexander-Technik schult Bewegungsökonomie – jede eingesparte Kalorie kann den Unterschied machen!
  2. Die Alexander-Technik schult Balance – wichtig, weil die „Laufruhe“ des Bootes nicht gestört werden soll
  3. Die Alexander-Technik schult Körperwissen. Der korrekte Einsatz der Hüftgelenke entlastet die Wirbelsäule, befreit die Atmung und die volle Kapazität der Armmuskulatur.
  4. Die Alexander-Technik schult einen guten Umgang mit Nervosität und Anspannung

Hier der – englischsprachige Beitrag – mit Zitaten der Kollegin und der Auflösung des Rätsels… http://techniqueforliving.blogspot.de/2013/07/pull-harder-what-about-pulling.html

Danke an Alexandra Cornelius für unglaublich geduldiges Fragen, Erklären und Analysieren!

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Rowing is a phantastic sport – also for the observer. I really appriciate watching the rowers during their training on our river „Weser“.  And watching rowing is an excellent training vor watching movement: Up to 8 people make the same movement simultaiously – and the differences in the individual coordination become really obvious.

For two days now I have been sitting in a „gig“ boat – for cheer curiousity: Does the Alexander Technique something to offer for coaxmen and if yes – what?

First interview with amateur rowers and a rowing coach ranged from “  ´Probably only for women` to ´Interesting – but what are the benefits?`

Great Britain the – quasi – home of the Alexander Technique is far ahead in this case! I found this: Olympic games 2004 Athens – mens coxless four

Two of the for gold medal champions took  Alexander Technique lessons. Guess who! The differences ar amazing! Whatch the video and compare the coaxmen in terms of:

  • poise and „length“ of the spine
  • use / deflection of the hip joints
  • „orthogonal“ orientation with the boat (two of the rowers are a bit „off“)
  • overall impression of calmness and coolness during extreme performanceI am looking forward to your observations and feedback!

I would answer the questions for benefits with my todays knowledge like this:

  1. The Alexander Technique trains movement economy – every spare calory can make a diffrence!
  2. The Alexander Technique trains balance – important, because the course of the boat shouldn´t be disturbed
  3. The Alexander Technique trains body knowledge. the correct use of hip joint releases pressure in the spine, frees the breath and the full range of arm musculature.
  4. The Alexander Technique trains a good use of oneself in terms of excitement and tension.

Find here the  article with quotes of the collegue and the solution of the little quiz: http://techniqueforliving.blogspot.de/2013/07/pull-harder-what-about-pulling.html

Many thanks to Alexandra Cornelius for patient questioning, explaining and analysis!

Was Cello spielen und Joggen lernen gemeinsam haben / What learning to play the cello and to run have in common

Vor ungefähr drei Monaten ergaben sich plötzlich zwei Situationen, die mein Leben – und mein AT-Lehrerin-sein – so sehr bereichern  dass ich hier einige meiner Erkenntnisse mit Euch teilen möchte.

Ich wollte Cello lernen seit ich fünf Jahre alt war. Die Gründe, weshalb es nie dazu kam, sind zahlreich – und Vergangenheit. Nun habe ich mit einigen Cellisten gearbeitet und gemerkt, wie lebendig dieser Wunsch immer noch ist. Bei einem Bekannten stand plötzlich ein unbespieltes Cello, das er mir leiht. Meinen Unterricht bekomme ich von einer jungen Cellistin, die im Anschluss an die Cellostunde eine Alexanderstunde erhält. Eigentlich ist es ein gemeinsames Lernen – mit Instrumenten. Wenn „mein“ Cello summt, gibt es für mich nur das alte Wort „Wonne“!

Ich konnte nie das, was man „Dauerlauf“ nennt. Nach fünf Minuten bekam ich Seitenstiche. Später wurde mir wegen der Knieverletzungen vom Laufen abgeraten. Ich habe es immer wieder versucht. Mit Walkman und „Hör-Kurs“, mit Büchern, nach Plänen, alleine… immer wieder. Vielleicht schaffte ich mal 7 Minuten – mehr nicht. Kurse und Lauftreffs habe ich nie aufgesucht – denn für die „Anfänger“-Gruppe musste man meistens schon 15 Minuten am Stück laufen können. Dann sah ich das Angebot der Bremer Lauftrainerin Kerstin Meyer, die Kurse anbietet mit dem Ziel, dass jeder am Ende 20 – 30 Minuten langsam laufen kann. Heute habe ich zum zweiten Mal meine 25 Minuten absolviert! Hurra!

Beides fordert mich – meine ganze Person – ohne wenn und aber. Und ich lerne viel über das Loslassen meiner Erwartungen an mich selbst. Wenn es gestern „gut lief“ und ich heute „mindestens so gut wie gestern“ sein will, ist der Frust vorprogrammiert. Die Saiten klingen nicht, das Handgelenk krampft, der rechte Daumen (Bogenhand) erst recht – und erst die Schulter“. Beim Laufen kriege ich keine Luft, alles ist schwer, schwer, schwer…

Laufen und Cello spielen lehren mich, dass ich heute nicht mehr die bin, die ich gestern war. Ob ich mich mit dem Cello hinsetze oder die Gelenke aufwärme vorm Laufen – die erste Frage ist: „Und – Stefanie – wer bist Du heute?“ Und dann lass ich mich von der Antwort überraschen. Und dann steht mir auf einmal alles bisher Gelernte plötzlich zur Verfügung!

About three month ago two opportunities arose which enrich my life and my ‚being an AT teacher‘ so much that I want to share a few of my insights with you.

I wanted to learn to play the cello since I was five. The reasons why this never happened are many – and belong to the past. As I worked with some cellists recently I noticed how lively this wish still is inside of me. A friend has a not-played cello which he lends to me. I am taught by a young cellist who gets after my lesson an AT lesson in return. It´s truly mutual learning – with instruments. When I my cello „hums“ it´s simply bliss.

I could never do what´s called ‚jogging‘ in my life. I got side aches after five minutes. Later I was adviced against running because of knee injuries. I tried it again and again. With walkman, audi courses, books, schedules, alone – again and again. May be I made it to 7 minutes – but not more. I didn´t join running courses or groups because the beginners should be able to run at least 15 minutes. Then I saw the course offering of the running coach Kerstin Meyer in Bremen. The goal of her courses is that everyone can slowly jog 20 – 30 minutes at the end. Today I did the 25 minutes for the second time! Hurray!

Both challenge me – my whole person – without ifs and buts. I learn a lot about letting go of my expectations towards myself. If things worked out well yesterday and today I want to be ‚at least as good as yesterday‘ frustration will occur for sure. The strings don´t resonate, the wrist is cramping, so does the right thumb (bow hand) – and the shoulder! During jogging I don´t get air, everything is heavy, heavy, heavy…

Running and playing the cello teach me that today I am not the same as I was yesterday. Wether I sit down with the cello or do my warm up for running – my first question is: ‚So – Stefanie – who are you today?‘ And then I let the answer suprise me. And then suddenly everything I have learned so far is right at hand!

 

Völkerball – Auf welcher Seite wart ihr? oder: Bewegungsfreude für alle!

Ich glaube, dass sich die deutsche Gesellschaft teilen läßt in die, die beim Völkerball Spaß hatten und die,  für die es eine sich wiederholende, schlimme Erfahrung war.

Beim Deutschen Turnerbund heißt es: „Ein geeignetes Spiel, um über die Spielfreude hinaus das Fangen des Balles in allen Situationen zu üben und reaktionsschnell Treffer zu erzielen.“

Soso.

Was ich gelernt habe:

1.) Versuche nur zu Fangen, wenn du dir absolut sicher bist, dass es klappt!

2.) Versuche nur zu Werfen, wenn du dir absolut sicher bist, dass der andere NICHT fangen kann.

3.) Wenn deine Qualität das „geschickte Ausweichen“ ist (denn: entscheidest du dich für 1 oder 2 – und es gelingt nicht – wird deine Mannschaft die Augen verdrehen und dich beschimpfen, während die gegnerische Mannschaft höhnisch triumphiert), wirst du am Ende von allen Seiten gejagt.

4.) Wenn du als letzte gewählt wirst, lass dich als erste abtreffen. Das ist „sozial kompatibel“ – denn so verdirbst du den anderen wenigstens nicht den Spaß.

Was ich gerne gelernt hätte:

1.) Wie geht eigentlich „Werfen“?

2.) Wie geht eigentlich „Fangen“?

3.) Wie kann ich einen Ball über das ganze Spielfeld hinweg werfen?

4.) Was kann ich eigentlich tun, um NICHT als letzte gewählt zu werden? (mich „anstrengen“ hat übrigens nie funktioniert…)

Wikipedia sagt: „Gefragt sind Gewandtheit, Treff- und Fangsicherheit, Ausdauer und Geschwindigkeit.“

Aber: WIE LERNT man das?

und: „Der symbolische kriegerische Hintergrund ist den Akteuren heute in der Regel nicht mehr bewusst.“

Ich widerspreche: Der kriegerische Hintergrund war mir in jeder Sekunde unmittelbar einsichtig.

Nun finde ich in der „Berliner Morgenpost“ zum Weltspieltag 2010 einen Artikel und werde ganz aufmerksam: Titel: „Völkerball und Gummitwist – Spiele fürs Leben“

Die Expertin, die Berliner Pädagogin Dr. Heidemarie Arnhold, Vorstandsvorsitzende des Arbeitskreises Neue Erziehung (ANE) sagt – laut Berliner Morgenpost, beim Völkerball könne man Unangenehmes lernen, z.B.  Enttäuschung oder das Versagen (Beispiele: nicht als erst gewählt werden, keine gute sportliche Leistung erbringen). Frau Dr. Arnold meint demnach,  diese Erfahrungen bräuchten wir im Leben, damit wir als Erwachsene damit klar kämen.

Ich weiß nicht, wie heute mit Völkerball umgegangen wird. Meine Internetrecherchen stimmen mich skeptisch, aber ich halte es für möglich, dass die heutige Grundschulpädagogik einen neuen Umgang damit gefunden hat.

Ich hätte Völkerball nicht gebraucht, um „Versagen“ zu lernen. Ich hätte Lehrer/-innen gebraucht, die mir zeigen, wie ich damit umgehen kann, wie ich mich verbessern kann. Kurz: Die Menschheit braucht Völkerball nicht, um „Unangenehmes zu lernen“ – davon gibt es wirklich schon genug.

In meiner ersten Alexander-Technik-Ausbildungswoche habe ich zum ersten Mal – JEMALS – im Alter von 31 Jahren – entspannt Bälle gefangen. Möglich war das erst, nachdem die Ausbilderin mit uns geübt hatte, auf heranfliegende Bälle keinen Schreckreflex mehr zu zeigen. Erst dann war die freie Entscheidung möglich, entweder den Ball zu fangen – wenn er passend kommt -, oder ihn einfach zu ignorieren, wenn er „blöd“ kommt.

Wenn ich in einer meiner Stunden die Bälle hervorhole, ist es wahrscheinlich, dass die Kundin am liebsten verschreckt flüchten möchte. Wenn dieselbe Kundin am Ende der Stunde  gleichermaßen verwirrt und glücklich weiß, dass auch sie fangen „kann“, weiß ich, warum ich mich für diese Arbeit entschieden habe.  Und ich weiß, welchen Mut diese Frau gerade gezeigt hat.

P.S.: Wer sowas kann (hier klicken: link ), ist natürlich fein raus!!!

Gedanke des Tages – Thought of the Day

Mein Beine verbinden meinen Kopf mit der Erde.

Sie machen das prima.

Danke.

My legs connect my head with the ground.

They´re doing this really well.

Thanks.

 

 

Artikel bei ELLE – online

Auch die Zeitschrift ELLE hat´s bemerkt: Alexanders Technik macht alle schön!

http://www.elle.de/Artikel/Beauty-Alexanders-Technik_1602809.html

Zeitungsartikel: Gute Körperhaltung nützt mehr als gute Vorsätze

Maja Storch ist  ist Diplompsychologin, Psychodramatherapeutin und Jungsche Psychoanalytikerin und arbeitet als Projektleiterin von ZRM research an der Universität Zürich.

In diesem Zeitungsartikel der Aargauer Zeitung (Schweiz) vom Dezember 2010 http://www.majastorch.de/download/110110_Koerperhaltung.pdf schreibt sie über den Einfluss der Körperhaltung auf die Motivation.

Frau Dr. Storch hat die Fähigkeit, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge auf äußerst unterhaltsame Weise darzustellen. Meine Lieblingsbücher sind „Die Sehnsucht der starken Frau nach dem starken Mann“ und „Machen Sie doch was Sie wollen“.

Außerdem ist sie Mitautorin des Buches „Embodiment“, in dem vier Experten unterschiedlicher Disziplinen das Thema „Körper-Geist-Einheit“ beleuchten.

Was allerdings Frau Storch´s „Motto-Ziele“ angeht, die sie als Alternative zu den allseits bekannten „S.M.A.R.T.“ – Zielen anbietet, habe ich ambivalente Affekte. Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass es sich dabei nur um eine psychologisch verträglichere und verfeinerte Version zur Manipulation von Mitarbeitern im Sinne des „Shareholder-Value“ hadelt. Trotzdem: Wer im Beruf schonmal mit „S.M.A.R.T.en“ Zielen genervt wurde, wird sich über jede halbwegs vernünftige Alternative freuen 🙂