Das Weihnachtsgeschenk in Bremen – Leicht bewegen!

Liebe Leserinnen und Leser,

Bewegungsfreude können Sie jetzt auch verschenken!

***herzlich***nachhaltig***mit Spaßfaktor***gesund***umweltfreundlich***lokal***

Einfach perfekt!

GutscheinBitte senden Sie mir Ihre Bestellung per eMail! Die Zahlung ist bar oder per Überweisung als Vorkasse möglich.

Dauer: 50 Minuten *** EUR 50,00 *** Studenten: EUR 35,00 *** ein Jahr gültig

Ich wünsche Ihnen bunte, bewegte Festtage!

Eure und Ihre
Stefanie Buller

Deine Füße sind flexibel – gönn´ ihnen Bewegung! – Your feet are flexible – allow them to move!

Meine geschätzten Kundinnen und Kunden wissen: In meinem Unterricht hat das Thema „Füße“ an Bedeutung zu genommen. Man könnte sagen, die Füße sind zum „Boden“ meiner Arbeit geworden.

Heute lese ich im Weser-Kurier: „Menschlicher Fuß flexibler als gedacht“. Die Wissenschaft (die „Royal Society“) hat festgestellt: Unsere Füße haben sich mehr Flexibilität aus ihrer Tradition als „Affenfüße“ bewahrt als gedacht. Es wurden 25.000 Fußabdrücke ausgewertet, und siehe da: immer wieder berührte auch der Mittelfuß den Boden – und dass bei ganz normalen, gesunden Menschen! Doll, denk´ich mir – und jetzt? Darüber ist auch in der Veröffentlichung auf der Seite der Royal Society nicht viel zu finden.

Aus diesem Anlass beginne ich damit, meine bisherigen Erfahrungen zusammenzufassen (und wahrscheinlich werde ich mehrere Artikel dafür brauchen). Ich beginne mit den hartnäckigsten, fuß-beengensten Glaubenssätzen:

  1. „Das Gewölbe muss gestützt werden.“
    Das Wunder der Fußgewölbes besteht – siehe oben – aus seiner Elastizität und Flexibilität, d.h. unsere Füße haben dadurch eine eingebaute Federung. Permanentes Hochziehen der Fußgewölbe, Fußbett und Einlagen können diese Funktion eliminieren. Natürlich kann es konkrete, medizinische Gründe für Einlagen geben (z.B. zur Entlastung bei Fersensporn oder wenn das Fußgewölbe gar nicht mehr funktioniert). Wenn aber teilweise seid dem Kindesalter Fußbett und Einlagen getragen werden, „weiß“ der Fuß gar nicht mehr, wie ein elastisches Gewölbe funktioniert – und es fehlen schlicht die nötigen Muskeln. Ich erlebe immer wieder Menschen, die schon gar nicht mehr wissen, WARUM Sie Einlagen tragen (außer: „Das mach ich schon immer!“).

    Mein Vorschläge zum sanften, freundlichen Wiederentdecken der Füße :

    • ab und zu ohne Einlagen gehen, am liebsten barfuß oder mit dünnen, flexiblen Schuhsohlen. Wie geht es Ihnen damit? Können Sie bemerken, wie das Gewölbe sich abflacht beim Autreten und hochfedert, wenn das Gewicht sich löst?
    • Heben Sie im Sitzen einen Oberschenkel mit den Händen an, so dass der Fuß baumelt und lassen den Fuß dann langsam zum Boden nieder. Beobachten und genießen Sie, wie der Fuß sich dem Boden anschmiegt.
    • Spielen Sie mit den Zehen, „raupen“ Sie mit den Füßen vor und zurück, heben Sie Dinge mit den Zehen auf, greifen Sie weiche Bälle – Füße mögen das! (siehe oben)
    • Aber vor allem: Freuen Sie sich an Ihren Füßen und seien Sie in einem netten Kontakt miteinander…

Vielleicht klettern Sie schon bald auf Bäume!

*********************************************************************************************

My valued customers know it: The importance of the subject „feet“ has increased in my lessons. One could say that feet became the basement of my teaching.
Today I read in the local nwespaper: „Human foot more flexible than expcted“. Sience (the „Royal Society“) detected: Our feet preserved more flexibility from their tradition as „ape feet“ than expected. 25.000 footprints were evaluated, there you are: some of them touched the ground with the mid-foot region – of normal, healthy people! Great, I think – and now? The announcement on the Royal Society´s webpage doesn´t offer much.

Therefore I start summarizing my experiences here (and will most likely need more than one article for this). I will start with the most persistent, foot-restricting belief sets:

  1. The arch has to be supported.“
    The miracle of the arch of the feet – as mentioned above – exists because of ist elasticity, which means that our feet have a in-built springiness. Continuous contracting of the arch,  footbeds andinsoles can eliminate this function. Of course – there can be  concrete medical necessities for wearing insoles (e.g. for strain relief with heel spur or when the arch has „quit“ to function). But when sometimes food bed an arch support is worn since childhood, the „forgets“ how an elastic arch works – or simply lacks the musculature.

    Again and again I meet people who can´t even tell, WHY they are wearing them, besides „I have worn them forever“.

So here come my tips for a gentle, friendly rediscovery of your feet :

    • every now and then walk without arch supports, preferebly barefoot or with thin, flexible soles. What´s that like? Can you notice aflattening of the arch as you ut weight on it and a rebounce when the weight releases?
    • Sitting on a chair: Lift your thigh with your hands, so that the lower leg and foot hangs from the knee. Then lower the foot slowly the leg so that the foot releases and rests on the ground. Notice and enjoy how the foot huddles against the ground.
    • Play with your toes, move your feet like inchworms forward and back, lift things with your feet (e.g. socks), grab soft balls – feet appriciate this! (see above)
    • And most important: Enjoy your feet und be in nice, sensitive communication with them…

Maybe you will soon be climbing trees again!

 

Gewohnheiten des Gesichts – Mimik / Habits of the face – facial expression

Eine meiner Kundinnen erforscht gerade die Spannungen, die wir gewohnheitsmäßig im Gesicht tragen. Es handelt sich dabei um Gewohnheiten, die besonders eng mit einem Gefühl von Identität verknüpft sind. Wie meistens in einer Alexander-Stunde hat sie – mit Hilfe sanfter Berührungen – ein paar dieser Gewohnheits-Muskelspannungen losgelassen und dadurch eine neue Erfahrung mit sich und einem entspannteren Gesicht gemacht.

Ihr Kommentar direkt nach der Einheit:

„Ich wusste gar nicht, das im Gesicht soviel Potential ist.“

Heute – eine Woche später – habe ich sie gefragt, wie es ihr im Laufe der Woche mit dieser Erfahrung ergangen ist. Sie antwortete:

„Ich habe mich immer wieder daran erinnert, dass mein Körper ja auch im Gesicht ist.“

Vielleicht möchtest Du – während Du das hier liest – ausprobieren, was diese Idee für Dich bewirkt.

***********************************************************************************************

One of my clients is at momentexploring the tensions we carry in our faces habitually. These are habits which are very closly connected to our feeling of identity. As in most of Alexander lessons she released some of her habitual muscle tensions – with the assistance of my gentle touch and by this made a new experience of herself and a more stress-less face.

Immediately after the session she commented:

„I didn´t know how much potential is in the face.“

Today – one week later – I asked her, how she dealt with this experience over the week. She answered:

„I reminded myself again and again, that my body is also in the face.“

 

Maybe – as you read it – you want to try what this idea does for you.

Alexander-Technik und Rudern / Alexander Technique and Rowing

Seit November 2016 hat der Geschäftsbereich „Rudern“ eine eigenen Internetseite. Sie finden uns unter: http://effizient-rudern.de/

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

************************************************************************************************

Rudern ist eine phantastische Sportart – auch für Zuschauer. Ich liebe es, Ruderern beim Training auf der Weser zuzusehen. Auch wer seine Beobachtungsfähigkeit schulen möcht, ist hier richtig: Bis zu 8 Personen machen rhythmisch die selbe Bewegung – und die Unterschiede in der individuellen Koordination treten in den Vordergrund.

Zwei Tage habe ich mich selber in eine Gig gesetzt – aus blanker Neugierde: Hat Alexander-Technik Ruderern etwas zu bieten und wenn ja was?

Erste Gespräche mit Hobby-Ruderern und einer Ruder-Trainerin gingen von: „Wahrscheinlich nur für Frauen!“ bis „Interessant – aber was ist der Vorteil?“

Groß-Britannien – quasi – Heimat der Alexander-Technik ist da schon weiter! Meine Recherchen fanden das hier:

Zwei der vier Goldmedallien-Gewinner haben Alexander-Technik-Stunden genommen.  Ratet mal welche! Die Unterschiede sind frappierend! Schaut Euch das Video an und vergleicht die Ruderer in Hinsicht auf:

  • Aufrichtung und „Länge“ der Wirbelsäule
  • Einsatz / Beugung der Hüftgelenke
  • „rechtwinklinge“ Ausrichtung zum Boot (zwei Teammitglieder liegen etwas „schief“)
  • allgemeiner Eindruck von Gelassenheit trotz der körperlichen HöchstleistungIch bin gespannt auf Eure Kommentare und Rückmeldungen!

Meine Antwort heute auf die o.g. Frage:

  1. Die Alexander-Technik schult Bewegungsökonomie – jede eingesparte Kalorie kann den Unterschied machen!
  2. Die Alexander-Technik schult Balance – wichtig, weil die „Laufruhe“ des Bootes nicht gestört werden soll
  3. Die Alexander-Technik schult Körperwissen. Der korrekte Einsatz der Hüftgelenke entlastet die Wirbelsäule, befreit die Atmung und die volle Kapazität der Armmuskulatur.
  4. Die Alexander-Technik schult einen guten Umgang mit Nervosität und Anspannung

Hier der – englischsprachige Beitrag – mit Zitaten der Kollegin und der Auflösung des Rätsels… http://techniqueforliving.blogspot.de/2013/07/pull-harder-what-about-pulling.html

Danke an Alexandra Cornelius für unglaublich geduldiges Fragen, Erklären und Analysieren!

*******************************************************************************************************************

Rowing is a phantastic sport – also for the observer. I really appriciate watching the rowers during their training on our river „Weser“.  And watching rowing is an excellent training vor watching movement: Up to 8 people make the same movement simultaiously – and the differences in the individual coordination become really obvious.

For two days now I have been sitting in a „gig“ boat – for cheer curiousity: Does the Alexander Technique something to offer for coaxmen and if yes – what?

First interview with amateur rowers and a rowing coach ranged from “  ´Probably only for women` to ´Interesting – but what are the benefits?`

Great Britain the – quasi – home of the Alexander Technique is far ahead in this case! I found this: Olympic games 2004 Athens – mens coxless four

Two of the for gold medal champions took  Alexander Technique lessons. Guess who! The differences ar amazing! Whatch the video and compare the coaxmen in terms of:

  • poise and „length“ of the spine
  • use / deflection of the hip joints
  • „orthogonal“ orientation with the boat (two of the rowers are a bit „off“)
  • overall impression of calmness and coolness during extreme performanceI am looking forward to your observations and feedback!

I would answer the questions for benefits with my todays knowledge like this:

  1. The Alexander Technique trains movement economy – every spare calory can make a diffrence!
  2. The Alexander Technique trains balance – important, because the course of the boat shouldn´t be disturbed
  3. The Alexander Technique trains body knowledge. the correct use of hip joint releases pressure in the spine, frees the breath and the full range of arm musculature.
  4. The Alexander Technique trains a good use of oneself in terms of excitement and tension.

Find here the  article with quotes of the collegue and the solution of the little quiz: http://techniqueforliving.blogspot.de/2013/07/pull-harder-what-about-pulling.html

Many thanks to Alexandra Cornelius for patient questioning, explaining and analysis!

Alexander-Technik auf der Berlinale 2013 – AT at the Berlinale 2013

Als treue Blog-Leser wisst Ihr längst um meinen „Deutschlandfunk“-Faible! Hier kommt ein weiterer Grund dafür:

Im Februar fand im Rahmen der diesjährigen Berlinale ein „Talent Campus“ statt, der von zwei internationalen Alexander-Technik-Coaches geleitet wurde.

Gleich zwei Beiträge dazu kamen im Deutschlandradio Kultur:
Ein Interview mit Jean-Luis Rodrigue, das mir sehr gefällt:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/profil/1679157/
und ein Beitrag über den „Talent Campus“, den man sogar noch nachhören kann: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/2007844/

Und dann gab es noch einen Filmbeitrag bei „Spiegel Online“:
 http://www.spiegel.de/video/berlinale-talent-campus-schauspieler-lernen-alexander-technik-video-1253508.html

Da sag noch einer, es gäbe keine Publicitiy für die Alexander-Technik!

***********************************************

As a faithful reader of my blog you allready know about my liking of the radio station „Deutschlandfunk“. Here is another reason for that:

In the context of this years Berlinale in February a „Talent Campus“ took place, which was led by two international Alexander Technique Coaches.

Deutschlandradio Kultur broadcasted to segments about this:
An interview with Jean-Luis Rodrigue, which I like very much:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/profil/1679157/
and a segment about the  „Talent Campus“, which is still available for listening: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/2007844/

And there was an article in „Spiegel Online“:
 http://www.spiegel.de/video/berlinale-talent-campus-schauspieler-lernen-alexander-technik-video-1253508.html

Who says „There is no publicity for the Alexander Technique?“

„Woran merke ich, dass ich lebendig bin?“ – Ein „Feier“-tags-Gedanke / „Whereby do I notice that I am alive?“ – A „Holy“-days´-thought

Worum geht es in der Alexander-Technik? Immer wieder stelle ich mir diese Frage, um eine Antwort zu haben, wenn mich jemand danach fragt. Hier kommt mein Gedanke von heute, „Karfreitag“ dazu.

In der Alexander-Technik gibt es den Begriff des „Innehaltens“. Er beschreibt ein Pausieren in der momentanen Aktivität, um den Freiraum zu gewinnen, möglicherweise die Richtung zu ändern. Ich vergleiche dieses Innehalten gern mit dem „Auskuppeln“ beim Autofahren: Es braucht ein Entkoppeln der bestehenden Verbindung, um einen neuen Gang einzulegen. Aber: Ziel des Innehaltens ist kein ewiges Verharren in diesem Zustand des „Leerlaufs“, sondern die freie Entscheidung für den nächsten Gang : Hochschalten? Runterschalten? Anhalten? Weiterfahren? Richtung ändern?

Aber auch zum Innehalten muss ich mich erstmal entscheiden. Feiertage sind eine äußere Unterstützung darin. Ostern ist da natürlich besonders geeignet.

In der Alexander-Technik geht es – für mich – darum, zu merken, dass ich lebendig bin. Deshalb kommen hier zwei praktische Inspirationen zum „Innehalten-im-Kleinen“ oder „Instant-Ostern in drei Schritten“:

Du kannst Dich fragen:

  1. Wie ist mein aktueller Zustand? Angespannt? Gestresst? Träge? Vital?
  2. Woran merke ich genau jetzt, dass ich lebendig bin? Atmung? Bewegung? Emotionen?
  3. Wenn ich mag, kann ich mich einfach daran freuen! Ein „Mini-Feiern“ das ich lebendig bin!

Dieses stille Anhalten kann manchmal auch bedrohlich scheinen. Es kann gute Gründe geben, „das was ist“ gerade nicht wahrnehmen zu wollen. Dann richte ich meine Wahrnehmung auf das, was um mich herum lebendig ist:

  1. Ich beobachte ein Tier (bevorzugt Eichhörnchen) oder eine Pflanze, die vom Wind bewegt wird.
  2. Ich höre Musik. Und besonders lebendig fühle ich mich gerade, wenn ich das hier höre: Leonard Rose spielt: Tchaikovsky – Variationen über ein Rockocko-Thema für  Cello und Orchester in A-Dur op. 33

Ich wünsche Euch lebendige Feier-Tage!

Stefanie

 *****************************************************************************************

What ist he Alexander Technique about?  I repeatedly ask myself this question – hoping to have an answer, when someone asks me. This is my thought of today – „Good Friday“.

Within the Alexander Technique there is the term „Inhibition“. It describes a pausing oft he current activitiy in order to create a free space with the option potentially to change direction. I like to compare this inhibition with „de-clutching“ while driving a car: A disengaging oft he current state is necessary to change gear. But: The goal of inhibition is not persisting in this idle state, but the potential to  freely choose the next gear : Change up? Change down? Stop? Continue? Change direction?

But I even have to choose to inhibit. Holidays can be a great support for this. And easter is especially convenient.

For me Alexander Technique is about noticing that I am alive. That is why I provide two practical inspirations for „inhibition-in-a-nutshell“ or „instant easter in three steps“:

Ask yourself

  1. What is my current state of being? Tense? Stressed? Dull? Vital?
  2. Whereby can I notice – now – that I am alive? Breath? Movement? Emotions?
  3. If I like I can simply enjoy this! I can make a mini-celebration that I am alive!

This silent stopping can appear threatening. There can be good reasons for not wanting to notice what is going on inside myself now. Than I can direct my awareness to something alive in my surrounding area:

  1. I  watch an animal (I prefer  squirrels) or a  flower, moved by the wind.
  2. I listen to music. At the moment I feel very alive when I listen to this: Leonard Rose plays: Tchaikovsky-Variations on a Rococo Theme for Cello and Orchestra in A Major op. 33

I wish you all lively easter holidays!

Stefanie

Die Angst vor dem falschen Ton – The Fear of the Wrong Note

Cello_kleinIch habe eine Weile nicht geschrieben. Weder über´s Laufen noch über´s Cellospielen. Hätte ich´s getan, hättet Ihr in etwa  gelesen: „Ich schaff´s nicht. Ich komme nicht voran. Es wird immer schlimmer. Ich hab keine Zeit. Das ist ja peinlich, wie langsam ich bin. Wie konntest Du nur glauben, mit Mitte Dreißig könntest Du das noch lernen? Und überhaupt: Werd´endlich vernünftig – es gibt genug Wichtigeres: Arbeiten, Kochen, Aufräumen,…“ Kommt das irgendwem bekannt vor?

Anfänger-Cellospiel kann eine quälende Sache sein – besonders akustisch. Die Beschwerden der Nachbarn haben zwar abgenommen (möglichweise zeigen die Maßnahmen „Yogamatte unter Stuhl und Cello legen“ und „Heizung mit Meditationskissen beschweren“ Wirkung), trotzdem wird die Hemmung erheblich größer, sobald ich weiß, dass die Nachbarin unter mir zu Hause ist. Ich kann nicht unhörbar Cellospielen lernen. Und vor allem: Was hörbar wird, ist meine Schwäche, meine Unfähigkeit, mein „Schief-sein“…

Seit Wochen beschäftige ich mich mit meinem Aufstrich. Mein Abstrich (Handbewegung nach außen) klingt ganz leidlich, der Aufstrich (Bewegung nach innen) klingt nach Asthma.  Ungefähr so: Brumm – Quietsch – Summ – krächts – Brumm – quietsch….. Meine Lehrerin sagt: „Ellenbogen fallen lassen“ – mach ich doch… . Auch alle Alexander-Mantras brachten nichts. Der Frust wuchs. Nicht nur, weil es nach vier Monaten immer noch so grausig quietscht, sondern weil ich als AT-Lehrerin doch eigentlich die Mittel gelernt haben sollte, solche Gewohnheiten aufzudecken.

Heute habe ich das Suchen aufgegeben. Ohne Hoffnung auf Besserung, dachte ich, übe ich halt „Brumm – Quietsch“, bis es mir zu blöd wird. Nach dem fünften „Brumm – Quietsch“ habe ich gemerkt, wie ich direkt vor dem Aufstrich – minimal – den Kopf einziehe. Ein klassischer Schreckreflex – oder besser: ein Schreck-PRE-flex – denn die Reaktion ist schon da, bevor ich überhaupt den Ton gespielt habe.

***Denkpause***

„Was wäre, wenn ich keine Angst hätte, dass der nächste Ton schief wird?“ oder (in Bezug auf meinen ersten Artikel): „Wie wäre ich – ohne die Angst vorm schiefen Ton?“

Muss ich noch weiterschreiben? Dass der Klang auf einmal Platz hatte? Dass der Ellenbogen kein Thema mehr war? Dass die linke Hand auf einmal die richtigen Töne gedrückt hat? (Natürlich auf Anfänger-Niveau…) Brumm – Summ – Brumm – Summ … beglückend…

Wie wäre mein Leben ohne die Angst vorm schiefen Ton?

P.S. Dank an Robyn Avalon, die Meisterin der „Was wäre, wenn…? – Fragen.

I didn´t write for a while. Not about running and not about playing the cello. If I had you would have read something like: „I just don´t make it. I don´t improve. It is even getting worse. I don´t have the time. It is pathetic how slow I am. How could I think I could learn something like this aged 36? Be reasonable, Stefanie – there are so many more important things to do: work, cooking, cleaning…“ Does this sound familiar?

Beginners Cello-play can be an agonizing thing to do – especially acoustically. The complaints of the neighbours have decreased (possibly because my means „yoga mat underneath chair and cello“ and „meditation cushions to weigh down the radiator“ bring some result) – but still the feeling of restrain increases as soon as I know that the neighbour in the flat below me is at home. I cannot learn to play the Cello inaudibly. And: What becomes audible is my failing, my incapability, my „being out of tune“…

For weeks now I am dealing with my upbow. My downbow is quite o.k., the upbow sounds like asthma. Like this: hummm – squeak – hummm – squeak .. My teacher says: „Let your elbow drop“ – But I do this! All my Alexander mantras had no effect. The frustration grew. Not just because of the horrible squeaking after four month of practise, but because as an AT teacher I should have learnd the means whereby I could detect such habits.

Today I quit searching. As there is no hope for improvement I will practise „Hummm – squeak“ again until I am sick of it I thought. After the fifth „Humm – squeak“ I noticed that I pull my head down a little bit before the upbow. A classical startle reflex – or more precisely: a startle PRE-flex – as the reaction appears before I even played the note.

***pause for reflection***

„What if I had no fear of the next note being wrong? OR – relating to this article„How would I be – without the fear of the wrong note?“

Do I have to proceed? That immediately there was room for the sound? That there was nothing to worry about my ellbow? That even the left hand suddenly found the right notes? (still on beginners level…) Hummm – Buzzz – Hummm – Buzzz … blissful…

What would my life be like without the fear of the wrong note?

P.S. Thanks to Robyn Avalon, the mistress of  „What if…? – questions.

 

 

 

 

Alexander-Technik am Arbeitsplatz – laut „Zeit“ geeignet

Dear English speaking reader: this is about articles about the Alexander Technique in an important German newspaper. Sorry – but no translation available!

Wenn man bei www.zeit.de den Suchbegriff „Alexander-Technik“ eingibt, bekommt man immerhin 15 Ergebnisse. Das ist wirklich viel! Nun ja – warum sich die Gegner des Humboldt-Forums in Berlin „Protestkollektiv Alexandertechnik“ nennen, ist mir schleierhaft. Aber die nächsten zehn Artikel sind wahrlich lesenswert und „Zeit“-typisch detailliert, umfangreich und informativ.

Da geht es um „Wenn jeder Ton zur Qual wird“ (Musikergesundheit), und dass der Nordwestdeutsche Rundfunk Alexander-Technik für die Orchestermitglieder anbietet. In „Unmöglich, so zu leben“ wird die Geschichte eines „Schleudertrauma – Geschädigten“ erzählt. Leider verwirft er die Möglichkeit, Alexander-Technik zu lernen – aus Verwirrung über die vielen alternativen Methoden. Schade…

Aber am besten gefällt mir der hier:
„Bewegungskurse: Wohlfühlen am Arbeitsplatz“
Denn da steht, dass in immer mehr Unternehmen  „in Bewegungs- und Verhaltenskursen ein ausgewogenes Körpergefühl am Arbeitsplatz und im Leben gelehrt“ wird. Weil es so schön ist, nochmal: „ein ausgewogenes Körpergefühl am Arbeitsplatz und im Leben“. Und die Alexander-Technik führt die geeigneten Methoden an!

In Bremen macht es eine Behörde vor: Im Finanzressort biete ich seit über einem Jahr die Alexander-Technik im Rahmen des Gesundheitsprogramms an.

Nachtrag: In der Schweiz ist die Firma Victorinox AG 2001 auf´s Alexandern gekommen und hat damit sogar 2008 den Wettbewerb „Bewegung ist möglich“ der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gewonnen.

Kammermusik und Alexander-Technik – verkörperter Klang / Chamber Music and the Alexander Technique – embodied sound

Auf Einladung von Musikern der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen wirkte ich letztes Wochenende an einem Workshop für „Laien-Kammermusik-Ensembles“ mit.

Ein Experiment – hat doch fast jeder Profi-Musiker zumindest von Alexander-Technik gehört.. Aber bei den Amateuren ist das anders. Und so war eine wiederkehrende,skeptische Frage: „Wofür brauch´ ich das? Ich hab doch keine Probleme.“ „Für Profis? Klar! Für mich? Och nööö…“ Eine Herausforderung.

Ein Hauptunterschied zwischen Profis und Amateuren: Die einen müssen sich permanent neuen Anforderungen anpassen (wechselnde Dirigenten, wechselnde Rahmenbedingungen) – nicht zu vergessen den permanenten Wettbewerbsdruck. Die anderen lieben die Gewohnheit, das Ritual. Sie kennen die Stücke zum Teil seit Jahrzehnten und diese sind treue Freunde und Begleiter in emotionalen Lebenssituationen geworden. Das ritualisierte Treffen zum Musizieren gibt Struktur, Entspannung und Kontakt.

Also nochmal: Was haben Sie als Amateurmusiker/-in davon, Alexander-Technik zu lernen?
1.: Auch Amateur-Musiker bekommen Schmerzen durch hinderliche Gewohnheiten. Und je älter man wird umso schlimmer wird´s. Spätestens wenn Sie wegen Rücken- oder Schulterschmerzen eine Probe absagen wollen, ist es Zeit sich diese Gewohnheiten anzuschauen.

2.: Ein Instrument zu spielen, was man als Kind gelernt hat, kann ambivalente Gefühle erzeugen. Vielleicht war es nicht das Wunschinstrument. Vielleicht gab es Druck und Strafen. Vielleicht wurde man ausgelacht (ich sag nur: „Blockflöte“). An all diese Erfahrungen knüpfen unsere physischen Gewohnheiten an. Etablieren Sie die Freude, die Ihnen Ihr Instrument geschenkt hat! Misten Sie die alten Gewohnheiten aus! Es liegen noch viele beglückende Erfahrungen mit sich und Ihrem Instrument vor Ihnen!

3.:  Auch im Streichquartett ist´s nicht immer nett…. Ensemblespiel ist Teamwork. Unterschiedliche Fähigkeiten, Interessen und Fertigkeiten wollen koordiniert werden. Bei einem so leidenschaftlichen Hobby wie dem Musizieren kann das hitzig werden. Von einer  musikalischen Alexander-Technik-Lehrerin bekommen Sie Ideen, wie Sie sich untereinander koordinieren können – und das ganz entspannt  mit viel Spaß!

Heute kam diese Rückmeldung:
Ich habe diese Tage sehr verinnerlicht durch die Freude an dem Werden unseres Projekts und durch die leise und doch intensive Nähe, mit der Du uns hörend und beratend begleitet hast. So bleibt etwas sehr Beglückendes bestehen, und dafür möchte ich mich nochmal sehr von Herzen bedanken.“

Ich hab´zu danken.

Und hier eine Auswahl der Stücke, die ich bei der Arbeit genießen durfte: 🙂

Following an invitation of musicians of the Deutsche Kammerphilharmonie Bremen I contributed last weekend to a workshop for amateur chambermusic ensembles.

An experiment – as nearly every professional musician has at least heard of the Alexander Technique it is totally different with the amateurs. So I heard repetitively sceptic questions like: „Why should I need this? I don´t have any trouble.“ „For pro´s? Sure! For myself? Oh no….“ A challenge.

One difference between professionals and amateurs: The former have to adjust all the time to new requirements (changing conducters,changing frame conditions) – not to forget the ongoing competeing with collegues. The latter enjoy the habit, the ritual. They partly know the pieces that they play for decades and they are like faithful friends and companions in emotional life situations. The ritualized session for making music offers structure, relaxation and and contact.

Again: What can you as a amateur chamber musician get out of learning the Alexander Technique?
1.:
Amateur musician get hurt through obstructive habits. And the older one gets the worse it becomes. At the latest wenn you want to quit a session because of back pain it is time to look at these habits.

2.: To play an instrument which was learned as a child can create ambivalent emotions. Maybe it wasn´t the instrument of the own desire. Maybe there were pressure and punishment. Maybe one was laughed at ( I just mention: „recorder“) All this experiences are connected with our physical habits. Establish the joy, that the instrument brought to your life!. Clear out the obstructive habits! There are many pleasing expieriences lying ahead of you – with yourself and your instrument!

3.:  Playing as an ensemble isn´t always just nice… Ensemble play is teamwork. Diffrent skills, abilities and interests ask to be coordinated. With such a passionate hobby making music cann become heatedly. A musical Alexander Technique Teacher offers new ideas how you can coordinate yourself – really relaxes and with a lot of fun!

Today I received this feedback
„I really internelized these days because of the pleasure of the growth of our project and because of your quiet yet intensive presence by which you accompanied us – in an listening and consultative manner. By this something very pleasurable withstands and for this I want to thank you from my heart.

My pleasure!

Above you can find a „play list“ of the music I could enjoy during my work 🙂 !

 

 

Gewohnheit – hausgemacht… Habit – homemade…

Über Weihnachten gab es eine längere Phase ohne Cello-Unterricht, weshalb ich recht viel auf eigene Faust – ohne Kontrolle – geübt habe. Meine privater „Anfänger-Kampf“ bezieht sich gerade auf meine linke Hand, die einen großen, blinden Fleck auf meiner „Körperlandkarte“ darstellt.

Nun fällt es mir erschütternd schwer, die Rundheit der Hand beim Greifen zu bewahren und die Finger so zu beugen, dass die ersten Fingerglieder verhältnismäßig steil auf Saite und Griffbrett stehen (was für den Klang wichtig ist). Außerdem widerspricht diese Haltung erstmal dem, was ich als „ideal“ für andere Instrumente (Klavier und Blockflöte) und die Alexander-Technik gelernt habe. Also: Was tut die ambitionierte „Jacqueline du Pré – in – spe“?  Genau. Videos ansehen – viele… sehr viele… Danach war ich der Überzeugung, dass es wichtig ist, dass die Finger parallel auf dem Griffbrett stehen. Das ist zwar völlig unergonomisch – aber: ich hab´s ja gesehen….

Meine Lehrerin bemerkte nun glücklicherweise mein krampfhaftes Mühen, und als ich berichtete, dass ich die Finger parallel stellen wolle, sagte sie: „Aber wer hat dir gesagt, dass du das tun sollst?“ Und mit einem Augenzwinkern: „Oder hast du das irgendwo gelesen?“

Die einzige Antwort ist: Ich. Niemand sonst.

Das ist bitter.

Ich kann niemanden verantwortlich machen. Und ich frage mich, wie viele meiner hinderlichen Gewohnheiten ich mir noch auf Basis völliger Freiwilligkeit antrainiert habe. Und ich habe den Verdacht, dass diese auch die hartnäckigsten ihrer Art sind…

Over Christmas there was a longer period without Cello lessons,so I practised quite a lot on my own account – without supervision. My private „beginners´battlefield“ is my left hand, which is huge blind spot in my body map.

It´s shattering how hard it is for me to maintain the roundness of the hand  while pressing the strings and to bend the finger in a way which makes the first finger bones „stand“ quite steeply on the fingerboard (which is important for the sound). Furthermore this position is against what I´ve learned to be „ideal“ for other instruments (like the piano and the recorder) and even the Alexander technique – in the first place. So what does an ambitioned „Jacqueline du Pré to be“? Exactly: What videos! … lots of videos… Eventually I was convicted that the fingers have to be standing parallel on the fingerboard. This is absolutely un-ergonomical – but: I saw it!

My teacher fortunately saw my convulsive struggling and when I reported that I want to make by that my fingers stand parallel she answered: „But who told you to do this?“ and with a twinkle in the eye: „Or did you read it somewhere?“

The answer is: Me. Nobody else.

This is bitter.

I cannot make anybody responsible for it. And I am ansking myself how many of my hindering habits I acquired in a state of total voluntariness. And I have the suspicion that those are the ones of the most insistant kind.