„Woran merke ich, dass ich lebendig bin?“ – Ein „Feier“-tags-Gedanke / „Whereby do I notice that I am alive?“ – A „Holy“-days´-thought

Worum geht es in der Alexander-Technik? Immer wieder stelle ich mir diese Frage, um eine Antwort zu haben, wenn mich jemand danach fragt. Hier kommt mein Gedanke von heute, „Karfreitag“ dazu.

In der Alexander-Technik gibt es den Begriff des „Innehaltens“. Er beschreibt ein Pausieren in der momentanen Aktivität, um den Freiraum zu gewinnen, möglicherweise die Richtung zu ändern. Ich vergleiche dieses Innehalten gern mit dem „Auskuppeln“ beim Autofahren: Es braucht ein Entkoppeln der bestehenden Verbindung, um einen neuen Gang einzulegen. Aber: Ziel des Innehaltens ist kein ewiges Verharren in diesem Zustand des „Leerlaufs“, sondern die freie Entscheidung für den nächsten Gang : Hochschalten? Runterschalten? Anhalten? Weiterfahren? Richtung ändern?

Aber auch zum Innehalten muss ich mich erstmal entscheiden. Feiertage sind eine äußere Unterstützung darin. Ostern ist da natürlich besonders geeignet.

In der Alexander-Technik geht es – für mich – darum, zu merken, dass ich lebendig bin. Deshalb kommen hier zwei praktische Inspirationen zum „Innehalten-im-Kleinen“ oder „Instant-Ostern in drei Schritten“:

Du kannst Dich fragen:

  1. Wie ist mein aktueller Zustand? Angespannt? Gestresst? Träge? Vital?
  2. Woran merke ich genau jetzt, dass ich lebendig bin? Atmung? Bewegung? Emotionen?
  3. Wenn ich mag, kann ich mich einfach daran freuen! Ein „Mini-Feiern“ das ich lebendig bin!

Dieses stille Anhalten kann manchmal auch bedrohlich scheinen. Es kann gute Gründe geben, „das was ist“ gerade nicht wahrnehmen zu wollen. Dann richte ich meine Wahrnehmung auf das, was um mich herum lebendig ist:

  1. Ich beobachte ein Tier (bevorzugt Eichhörnchen) oder eine Pflanze, die vom Wind bewegt wird.
  2. Ich höre Musik. Und besonders lebendig fühle ich mich gerade, wenn ich das hier höre: Leonard Rose spielt: Tchaikovsky – Variationen über ein Rockocko-Thema für  Cello und Orchester in A-Dur op. 33

Ich wünsche Euch lebendige Feier-Tage!

Stefanie

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What ist he Alexander Technique about?  I repeatedly ask myself this question – hoping to have an answer, when someone asks me. This is my thought of today – „Good Friday“.

Within the Alexander Technique there is the term „Inhibition“. It describes a pausing oft he current activitiy in order to create a free space with the option potentially to change direction. I like to compare this inhibition with „de-clutching“ while driving a car: A disengaging oft he current state is necessary to change gear. But: The goal of inhibition is not persisting in this idle state, but the potential to  freely choose the next gear : Change up? Change down? Stop? Continue? Change direction?

But I even have to choose to inhibit. Holidays can be a great support for this. And easter is especially convenient.

For me Alexander Technique is about noticing that I am alive. That is why I provide two practical inspirations for „inhibition-in-a-nutshell“ or „instant easter in three steps“:

Ask yourself

  1. What is my current state of being? Tense? Stressed? Dull? Vital?
  2. Whereby can I notice – now – that I am alive? Breath? Movement? Emotions?
  3. If I like I can simply enjoy this! I can make a mini-celebration that I am alive!

This silent stopping can appear threatening. There can be good reasons for not wanting to notice what is going on inside myself now. Than I can direct my awareness to something alive in my surrounding area:

  1. I  watch an animal (I prefer  squirrels) or a  flower, moved by the wind.
  2. I listen to music. At the moment I feel very alive when I listen to this: Leonard Rose plays: Tchaikovsky-Variations on a Rococo Theme for Cello and Orchestra in A Major op. 33

I wish you all lively easter holidays!

Stefanie

Focus-Artikel: „Körpersprache made in Hollywood“

Eine alltagstaugliche, aktuelle Beschreibung der Alexander-Technik!

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/ruecken/alexander-technik-koerpersprache-made-in-hollywood_aid_641524.html

…und hier ist der Vortrag der beiden (ca. 30 Minuten)

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=XsaNz0TGS1Q&w=320&h=180]

Alexander-Technik kennenlernen – 10. März 2012 in Paderborn

„Leichtigkeit lernen – bewusster Leben!“

Unter diesem Motto können Sie in Paderborn die Alexander-Technik kennenlernen. Viel Spaß mit Anne Pommier und Ulrich Louis!

AT_Workshop_Paderborn_2012_03

Radiobeitrag: Was ist Gesundheit?

Im Nordwest-Radio lief kürzlich eine Sendung zum Thema: „Gesundheit“. Interessant finde ich besonders den Anfang: O-Töne von Menschen, denen die Frage nach Gesundheit gestellt wird.

Den Podcast findet Ihr hier: http://httpmedia.radiobremen.de/mediabase/051962/051962_178942.mp3

Weitere Beiträge (Interviews etc.) hier: http://www.radiobremen.de/podcast/glauben-und-wissen/

Viel Spaß!

Sehenswert: Einführung in die Alexandertechnik mit Jane Brucker – Worth seeing: AT introduction with Jane Brucker

Beim letzten Alexandertechnik-Kongress in Lugano besuchte ich den Workshop „AT und Zeichnen“. Die Kunstprofessorin Jane Brucker aus Los Angeles hat uns innerhalb von 90 Minuten eine Verbindung zwischen unserer Selbstwahrnehmung, der Wahrnehmung eines Objektes und der Darstellung auf dem Papier vermittelt. Jane Brucker und meine Erfahrungen während dieser kurzen Zeit haben mich so beeindruckt, dass ich immer wieder Ausschau nach Veröffentlichungen von ihr gehalten habe. Jetzt ist ein Film bei YouTube erschienen, den ich euch wärmstens empfehle:

At the last AT-Congress in Lugano I took part in a „AT and drawing“ workshop. Within 90 minutes the professor of art Jane Brucker from Los Angeles taught  to make a connection between our self awareness, the perception of an object and the illustration of the object on the paper. Jane Brucker and the experiences I made in such a short time impressed me, so that I looked for more publications from her. Now there is a video on YouTube which I highly recommend.

http://www.youtube.com/watch?v=dHmopFiukRs

Mit etwas Geduld ist das ein sehr wertvoller Impuls!

Viel Spaß damit!

„Constructive Rest“ – „Semi-supine“ – „Alexander Lay down“ – oder: einfach hinlegen :-)

Hier ein kleiner Film der AT-Lehrerin Pyeng Threadgill. Mit gefällt besonders die leichte, pragmatische Art, mit der sie über die Alexandertechnik und Körperempfindungen spricht.

http://www.youtube.com/watch?v=n-t4Gb-tPyk

This is a little video of the AT-teacer Pyeng Threadgill. I espacially like her easy and pragmatic way of talking about the Alexander technique and body sensations.

Einführung in die Alexander-Technik – Introduction

Ich habe ein – für mich – ganz neues Filmchen zum Thema „Was ist Alexandertechnik“ gefunden. Unter anderem kommen Michael Frederick und  Lucy Stern zu Wort. Sehr amerikanisch! Viel Spaß! (Dauer: 18 Minuten)

http://blip.tv/file/4041901

I found a – for myself – new little Video about what Alexander Technique is. Among others Michael Frederick and Judy Stern explain about the technique. American style! Have fun! (Duration: 18 minutes)

Über Achtsamkeit in der Auseinandersetzung

„Es gibt so viele Definitionen von Mystik, wie es Menschen gibt, die sich damit ernsthaft beschäftigen. Denn in der Mystik geht es um den Sinn des Lebens. Und deshalb bringt jeder seine persönliche Lebenshaltung mit ein. Erst darauf aufruhend wird das Gespräch mit anderen Auffassungen von Mystik ernsthaft. […]

Das Bekenntnis zur eigenen Auffassung und damit auch zur Schwäche menschlicher Erkenntniskraft, dass doch jedes menschliche Denken zu eingeschränkt, zu schwach für die ganze Wahrheit der Wirklichkeit ist, trägt aber einer `wissenschaftlichen` Beschäftigung die Pflicht auf, sich ehrlich auseinander zu setzen mit anderen Auffassungen, mit ihren Welt- und Gottes-Sichten. […]“

(zugeschrieben Friedrich Heiler, in: Dr. habil J. Sudbrack,  Mystik – Sinnsuche und die Erfahrung des Absoluten)

Ist Alexandertechnik Mystik? Sicher nicht. Es mag manchmal so erscheinen.  Die hier beschriebene Grundhaltung möchte ich als Überschrift für meinen Blog und die – vielleicht – entstehenden Gespräche setzen. Ich freue mich darauf!