Alexander-Technik auf der Berlinale 2013 – AT at the Berlinale 2013

Als treue Blog-Leser wisst Ihr längst um meinen „Deutschlandfunk“-Faible! Hier kommt ein weiterer Grund dafür:

Im Februar fand im Rahmen der diesjährigen Berlinale ein „Talent Campus“ statt, der von zwei internationalen Alexander-Technik-Coaches geleitet wurde.

Gleich zwei Beiträge dazu kamen im Deutschlandradio Kultur:
Ein Interview mit Jean-Luis Rodrigue, das mir sehr gefällt:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/profil/1679157/
und ein Beitrag über den „Talent Campus“, den man sogar noch nachhören kann: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/2007844/

Und dann gab es noch einen Filmbeitrag bei „Spiegel Online“:
 http://www.spiegel.de/video/berlinale-talent-campus-schauspieler-lernen-alexander-technik-video-1253508.html

Da sag noch einer, es gäbe keine Publicitiy für die Alexander-Technik!

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As a faithful reader of my blog you allready know about my liking of the radio station „Deutschlandfunk“. Here is another reason for that:

In the context of this years Berlinale in February a „Talent Campus“ took place, which was led by two international Alexander Technique Coaches.

Deutschlandradio Kultur broadcasted to segments about this:
An interview with Jean-Luis Rodrigue, which I like very much:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/profil/1679157/
and a segment about the  „Talent Campus“, which is still available for listening: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/2007844/

And there was an article in „Spiegel Online“:
 http://www.spiegel.de/video/berlinale-talent-campus-schauspieler-lernen-alexander-technik-video-1253508.html

Who says „There is no publicity for the Alexander Technique?“

„Woran merke ich, dass ich lebendig bin?“ – Ein „Feier“-tags-Gedanke / „Whereby do I notice that I am alive?“ – A „Holy“-days´-thought

Worum geht es in der Alexander-Technik? Immer wieder stelle ich mir diese Frage, um eine Antwort zu haben, wenn mich jemand danach fragt. Hier kommt mein Gedanke von heute, „Karfreitag“ dazu.

In der Alexander-Technik gibt es den Begriff des „Innehaltens“. Er beschreibt ein Pausieren in der momentanen Aktivität, um den Freiraum zu gewinnen, möglicherweise die Richtung zu ändern. Ich vergleiche dieses Innehalten gern mit dem „Auskuppeln“ beim Autofahren: Es braucht ein Entkoppeln der bestehenden Verbindung, um einen neuen Gang einzulegen. Aber: Ziel des Innehaltens ist kein ewiges Verharren in diesem Zustand des „Leerlaufs“, sondern die freie Entscheidung für den nächsten Gang : Hochschalten? Runterschalten? Anhalten? Weiterfahren? Richtung ändern?

Aber auch zum Innehalten muss ich mich erstmal entscheiden. Feiertage sind eine äußere Unterstützung darin. Ostern ist da natürlich besonders geeignet.

In der Alexander-Technik geht es – für mich – darum, zu merken, dass ich lebendig bin. Deshalb kommen hier zwei praktische Inspirationen zum „Innehalten-im-Kleinen“ oder „Instant-Ostern in drei Schritten“:

Du kannst Dich fragen:

  1. Wie ist mein aktueller Zustand? Angespannt? Gestresst? Träge? Vital?
  2. Woran merke ich genau jetzt, dass ich lebendig bin? Atmung? Bewegung? Emotionen?
  3. Wenn ich mag, kann ich mich einfach daran freuen! Ein „Mini-Feiern“ das ich lebendig bin!

Dieses stille Anhalten kann manchmal auch bedrohlich scheinen. Es kann gute Gründe geben, „das was ist“ gerade nicht wahrnehmen zu wollen. Dann richte ich meine Wahrnehmung auf das, was um mich herum lebendig ist:

  1. Ich beobachte ein Tier (bevorzugt Eichhörnchen) oder eine Pflanze, die vom Wind bewegt wird.
  2. Ich höre Musik. Und besonders lebendig fühle ich mich gerade, wenn ich das hier höre: Leonard Rose spielt: Tchaikovsky – Variationen über ein Rockocko-Thema für  Cello und Orchester in A-Dur op. 33

Ich wünsche Euch lebendige Feier-Tage!

Stefanie

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What ist he Alexander Technique about?  I repeatedly ask myself this question – hoping to have an answer, when someone asks me. This is my thought of today – „Good Friday“.

Within the Alexander Technique there is the term „Inhibition“. It describes a pausing oft he current activitiy in order to create a free space with the option potentially to change direction. I like to compare this inhibition with „de-clutching“ while driving a car: A disengaging oft he current state is necessary to change gear. But: The goal of inhibition is not persisting in this idle state, but the potential to  freely choose the next gear : Change up? Change down? Stop? Continue? Change direction?

But I even have to choose to inhibit. Holidays can be a great support for this. And easter is especially convenient.

For me Alexander Technique is about noticing that I am alive. That is why I provide two practical inspirations for „inhibition-in-a-nutshell“ or „instant easter in three steps“:

Ask yourself

  1. What is my current state of being? Tense? Stressed? Dull? Vital?
  2. Whereby can I notice – now – that I am alive? Breath? Movement? Emotions?
  3. If I like I can simply enjoy this! I can make a mini-celebration that I am alive!

This silent stopping can appear threatening. There can be good reasons for not wanting to notice what is going on inside myself now. Than I can direct my awareness to something alive in my surrounding area:

  1. I  watch an animal (I prefer  squirrels) or a  flower, moved by the wind.
  2. I listen to music. At the moment I feel very alive when I listen to this: Leonard Rose plays: Tchaikovsky-Variations on a Rococo Theme for Cello and Orchestra in A Major op. 33

I wish you all lively easter holidays!

Stefanie

Gewohnheit – hausgemacht… Habit – homemade…

Über Weihnachten gab es eine längere Phase ohne Cello-Unterricht, weshalb ich recht viel auf eigene Faust – ohne Kontrolle – geübt habe. Meine privater „Anfänger-Kampf“ bezieht sich gerade auf meine linke Hand, die einen großen, blinden Fleck auf meiner „Körperlandkarte“ darstellt.

Nun fällt es mir erschütternd schwer, die Rundheit der Hand beim Greifen zu bewahren und die Finger so zu beugen, dass die ersten Fingerglieder verhältnismäßig steil auf Saite und Griffbrett stehen (was für den Klang wichtig ist). Außerdem widerspricht diese Haltung erstmal dem, was ich als „ideal“ für andere Instrumente (Klavier und Blockflöte) und die Alexander-Technik gelernt habe. Also: Was tut die ambitionierte „Jacqueline du Pré – in – spe“?  Genau. Videos ansehen – viele… sehr viele… Danach war ich der Überzeugung, dass es wichtig ist, dass die Finger parallel auf dem Griffbrett stehen. Das ist zwar völlig unergonomisch – aber: ich hab´s ja gesehen….

Meine Lehrerin bemerkte nun glücklicherweise mein krampfhaftes Mühen, und als ich berichtete, dass ich die Finger parallel stellen wolle, sagte sie: „Aber wer hat dir gesagt, dass du das tun sollst?“ Und mit einem Augenzwinkern: „Oder hast du das irgendwo gelesen?“

Die einzige Antwort ist: Ich. Niemand sonst.

Das ist bitter.

Ich kann niemanden verantwortlich machen. Und ich frage mich, wie viele meiner hinderlichen Gewohnheiten ich mir noch auf Basis völliger Freiwilligkeit antrainiert habe. Und ich habe den Verdacht, dass diese auch die hartnäckigsten ihrer Art sind…

Over Christmas there was a longer period without Cello lessons,so I practised quite a lot on my own account – without supervision. My private „beginners´battlefield“ is my left hand, which is huge blind spot in my body map.

It´s shattering how hard it is for me to maintain the roundness of the hand  while pressing the strings and to bend the finger in a way which makes the first finger bones „stand“ quite steeply on the fingerboard (which is important for the sound). Furthermore this position is against what I´ve learned to be „ideal“ for other instruments (like the piano and the recorder) and even the Alexander technique – in the first place. So what does an ambitioned „Jacqueline du Pré to be“? Exactly: What videos! … lots of videos… Eventually I was convicted that the fingers have to be standing parallel on the fingerboard. This is absolutely un-ergonomical – but: I saw it!

My teacher fortunately saw my convulsive struggling and when I reported that I want to make by that my fingers stand parallel she answered: „But who told you to do this?“ and with a twinkle in the eye: „Or did you read it somewhere?“

The answer is: Me. Nobody else.

This is bitter.

I cannot make anybody responsible for it. And I am ansking myself how many of my hindering habits I acquired in a state of total voluntariness. And I have the suspicion that those are the ones of the most insistant kind.

Was Cello spielen und Joggen lernen gemeinsam haben / What learning to play the cello and to run have in common

Vor ungefähr drei Monaten ergaben sich plötzlich zwei Situationen, die mein Leben – und mein AT-Lehrerin-sein – so sehr bereichern  dass ich hier einige meiner Erkenntnisse mit Euch teilen möchte.

Ich wollte Cello lernen seit ich fünf Jahre alt war. Die Gründe, weshalb es nie dazu kam, sind zahlreich – und Vergangenheit. Nun habe ich mit einigen Cellisten gearbeitet und gemerkt, wie lebendig dieser Wunsch immer noch ist. Bei einem Bekannten stand plötzlich ein unbespieltes Cello, das er mir leiht. Meinen Unterricht bekomme ich von einer jungen Cellistin, die im Anschluss an die Cellostunde eine Alexanderstunde erhält. Eigentlich ist es ein gemeinsames Lernen – mit Instrumenten. Wenn „mein“ Cello summt, gibt es für mich nur das alte Wort „Wonne“!

Ich konnte nie das, was man „Dauerlauf“ nennt. Nach fünf Minuten bekam ich Seitenstiche. Später wurde mir wegen der Knieverletzungen vom Laufen abgeraten. Ich habe es immer wieder versucht. Mit Walkman und „Hör-Kurs“, mit Büchern, nach Plänen, alleine… immer wieder. Vielleicht schaffte ich mal 7 Minuten – mehr nicht. Kurse und Lauftreffs habe ich nie aufgesucht – denn für die „Anfänger“-Gruppe musste man meistens schon 15 Minuten am Stück laufen können. Dann sah ich das Angebot der Bremer Lauftrainerin Kerstin Meyer, die Kurse anbietet mit dem Ziel, dass jeder am Ende 20 – 30 Minuten langsam laufen kann. Heute habe ich zum zweiten Mal meine 25 Minuten absolviert! Hurra!

Beides fordert mich – meine ganze Person – ohne wenn und aber. Und ich lerne viel über das Loslassen meiner Erwartungen an mich selbst. Wenn es gestern „gut lief“ und ich heute „mindestens so gut wie gestern“ sein will, ist der Frust vorprogrammiert. Die Saiten klingen nicht, das Handgelenk krampft, der rechte Daumen (Bogenhand) erst recht – und erst die Schulter“. Beim Laufen kriege ich keine Luft, alles ist schwer, schwer, schwer…

Laufen und Cello spielen lehren mich, dass ich heute nicht mehr die bin, die ich gestern war. Ob ich mich mit dem Cello hinsetze oder die Gelenke aufwärme vorm Laufen – die erste Frage ist: „Und – Stefanie – wer bist Du heute?“ Und dann lass ich mich von der Antwort überraschen. Und dann steht mir auf einmal alles bisher Gelernte plötzlich zur Verfügung!

About three month ago two opportunities arose which enrich my life and my ‚being an AT teacher‘ so much that I want to share a few of my insights with you.

I wanted to learn to play the cello since I was five. The reasons why this never happened are many – and belong to the past. As I worked with some cellists recently I noticed how lively this wish still is inside of me. A friend has a not-played cello which he lends to me. I am taught by a young cellist who gets after my lesson an AT lesson in return. It´s truly mutual learning – with instruments. When I my cello „hums“ it´s simply bliss.

I could never do what´s called ‚jogging‘ in my life. I got side aches after five minutes. Later I was adviced against running because of knee injuries. I tried it again and again. With walkman, audi courses, books, schedules, alone – again and again. May be I made it to 7 minutes – but not more. I didn´t join running courses or groups because the beginners should be able to run at least 15 minutes. Then I saw the course offering of the running coach Kerstin Meyer in Bremen. The goal of her courses is that everyone can slowly jog 20 – 30 minutes at the end. Today I did the 25 minutes for the second time! Hurray!

Both challenge me – my whole person – without ifs and buts. I learn a lot about letting go of my expectations towards myself. If things worked out well yesterday and today I want to be ‚at least as good as yesterday‘ frustration will occur for sure. The strings don´t resonate, the wrist is cramping, so does the right thumb (bow hand) – and the shoulder! During jogging I don´t get air, everything is heavy, heavy, heavy…

Running and playing the cello teach me that today I am not the same as I was yesterday. Wether I sit down with the cello or do my warm up for running – my first question is: ‚So – Stefanie – who are you today?‘ And then I let the answer suprise me. And then suddenly everything I have learned so far is right at hand!

 

Artikel bei ELLE – online

Auch die Zeitschrift ELLE hat´s bemerkt: Alexanders Technik macht alle schön!

http://www.elle.de/Artikel/Beauty-Alexanders-Technik_1602809.html

Neues vom High-Heel-Guru – News from Chyna Whyne

Es gibt einen kleinen Fernsehbeitrag über Chyna Whyne, leider nur auf Englisch…

There is a little TV report about Chyna Whyne…

http://tvnz.co.nz/close-up/taking-agony-stilettos-3952174/video

Alexander-Technik wirkt! vor allem in GB – AT works! Espacially in GB

In England gibt es phantastische Verkehrsschilder, die die Wirksamkeit der Alexander-Technik belegen:
In England there are phantastic traffic sign which proof the effectiveness of  the Alexander-Technique:

…und da es schlecht zu lesen ist hier ein lesbares Exemplar aus dem www:  http://www.flickr.com/photos/32515535@N07/3395802804/

… and here is an red example – easier to read – found in the www.

für Alexander-Technik-Lehrer/-innen /for AT-teachers

Hier kommt ein Link, der mir sehr am Herzen liegt: eine Sammlung von Texten und Bildern von Walter Carrington. Ich mag besonders die Klarheit der Gedanken und der Sprache. Nicht zum „Nebenher Lesen“.

http://waltercarrington.com/

I want to share this link, which is really close to my heart at the moment: a collection of texts and pictures of Walter Carrington. I really enjoy the clarity of thought and language. Nothing for „diagonal reading“ or speed reading…

Video Stimmbänder – Video Vocal Chords

Stimmlippen in Aktion – gefunden auf der Seite des Hamburger Stimmpädagogen (Schlaffhorst-Andersen, Lichtenberger Methode) Til Lawrence.

Vocal chords in action – I found this on the Webpage of the voice teacher Til Lawrence, Hamburg.

Stark verlangsamte Aufnahme der Stimmlippen in Aktion (super!):
http://www.stimmreich.de/hintergrund-stimmpaedagogik/video-stimmlippen.html

Alexander-Technik für Hornisten – Alexander technique for Horn Players

Hier zwei Videos, in denen Jeremy Chance mit Basil Kritzer (Hornist und Alexander-Technik-Lehrer in Japan) arbeitet.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=RcKhjQQRLqs&w=320&h=185]

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=8Trgu58B3zk&w=320&h=180]

Here are two videos showing Jeremy Chance teaching Basil Kritzer (horn player and Alexander Techique teacher in Japan).