Lauschende Weihnachten *** Listening Christmas

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Pictures: pixabay

Weihnachten steht vor der Tür.

Werbung auf allen Kanälen sagt: Kaufe! Kaufe! Schenke! Schenke! Ich erspare Dir die „Anti-Konsum“-Predigt. Denn die „Innehalten – Zeit schenken – in die Stille gehen“ – Fraktion nervt mich genauso. Warum? Weil auf allen Kanälen nur eine Botschaft gesendet wird:

„Egal was Du machst: es ist nicht genug.“

Nicht üppig genug – nicht still genug – nicht friedlich genug – nicht bio genug – nicht familiär genug – nicht traditionell genug – nicht bewusst genug – nicht spirituell genug….

Dabei geht es bei diesem Fest um Geburt, Lebendigkeit, Liebe, Hoffnung und das „Licht am Ende des Tunnels“. Ich finde, dann muss es auch um Lebenslust gehen!

Mit Hingabe schlemmen und am zweiten Feiertag vollgefuttert vor der Glotze liegen? Genieß es ohne schlechtes Gewissen! Der übliche Familienstreit? Nimm Dich selber ernst – aber nicht so wichtig! Dein Geschenk löst keine Freude aus? Hauptsache, Du hattest Lust, es zu verschenken.

Und dann kommt die Unlust. Die Langeweile.

Wenn man sich nicht mehr zu sagen hat unterm Tannenbaum. Wenn das Fernsehprogramm wahlweise Gähn – oder Brechreiz auslöst. Wenn Du Dich (z.B. Im Haus der Eltern) nicht frei bewegen oder zurückziehen kannst. Wenn die immergleichen Allgemeinplätze und -plätzchen Dir zum Hals raushängen. Wenn Dein Leben den Instagram-tauglichen Farbfilter verliert und einfach nur durchschnittlich öde ist.

Unlust ist ein unattraktives Gefühl. So unangenehm, dass wir es gerne verschwinden lassen würden. Dafür haben wir Strategien entwickelt: z.B. Verdrängen (Aktivismus, Sex,…), Ablenken (Lesen, Fernsehen, Handy..) oder Betäuben (Alkohol, Essen, …) Einfach in der Durchschnittlichkeit unseres normalen Lebens zu sitzen, zu realisieren, dass die Welt sich gerade nicht für mich interessiert, niemand schreibt und anruft – das ist bitter.

Phasen der Unlust habe ein enormes kreatives Potential.

Sie können Dich aus dem Alltagstrance, der „virtual reality“ Deiner Gedanken in den lebendigen Moment hier und jetzt führen.

Dein musikalischer Hörsinn ist die Eingangstür.

Aber ohne Unterstützung gelingt mir das auch nicht.

Deshalb ist mein Weihnachtsgeschenk an Dich diese kleine Meditation von Tara Brach: „The Silence that is Listening“. Sie dauert 14 Minuten und Du kannst sie Dir aufs Handy runterladen. Sie hat mir schon in vielen Frustmomente geholfen, im Hier und Jetzt zu bleiben und mich dann umso lebendiger zu fühlen. Möge sie auch Dir eine gute Unterstützung sein!

Seitdem halte ich immer wieder inne und lausche dem Klang meines Lebens.

Wie immer Du diese Tage gestaltest oder verdaddelst: Es ist genug. Es ist genauso wie es sein muss. Unverwechselbar: DEINE Feiertage!

Ich wünsche Dir von Herzen lustvoll-lebendige Weihnachten und die Fähigkeit der Hingabe von Moment zu Moment.

Deine Stefanie

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Meditation: The Silence That is Listening (14 min)

„… Scanne Deinen Körper und erlaube Dir, etwas weicher zu werden an Stellen offensichtlicher Anspannung.. …Schließe Geräusche mit in Deine Wahrnehmung ein. Geräusche innerhalb des Raumes. Das Erklingen und Verklingen von Worten. Die Zwischenräume zwischen den Klängen. Den entfernteren Klängen lauschend. Nicht nur mit den Ohren lauschen, sondern mit Deiner ganzen Aufmerksamkeit. Einfach die Klänge Dich durchströmen lassen. Bemerken, dass es im Lauschen nichts zu tun gibt. Klänge erscheinen und werden von der Wahrnehmung unmittelbar erkannt. Spüre den grenzenlosen Raum in dem alle Klänge erscheinen. Einfach entspannen – hinein in eine lauschende Offenheit. Aufnahmebereit. Den Klängen zuhören, die tatsächlich da sind – anstatt den Gedanken im Kopf. (…)

Die Aufmerksamkeit öffnen um die erklingenden und verklingenden Geräusche zu hören. Vielleicht möchtest Du Deinen Körper erneut entspannen. Den Moment spüren und hören. Lenke Deine lauschende und empfängliche Aufmerksamkeit auf Dein Herz. Nimm den Zustand Deines Herzens wahr – in diesem Moment. Spüre die Intimität, die darin liegt dem Leben in diesem Moment zu lauschen und es zu spüren. Bringe Deinem eigenen Herzen ein Gebet, einen Segen, eine guten Wunsch dar. Was auch immer gerade für Dich stimmig ist. Denken an jemand, der Dir lieb ist – so dass Du dieser Person, dieser Energie lauscht und sie wahrnimmst – und bring Dein Gebet, Deinen Segenswunsch dar – was immer für Dich stimmig ist. Und spüre den Raum in Deinem Herzen, der Platz hat für alle Wesen – so dass Du allen Wesen – wo auch immer – lauschst – und Dein Gebet darbringst.“

von Tara Brach

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Christmas is coming.

All Commercials and shop displays shout: Buy! Buy! Give! Give! Don´t worry! I´m saving you the anti-commerce-speach“. Because the “More inhibition – time as gift – going into the silence” – group equally sucks. Why?

Because all channels broadcast the same message:

„Whatever you do: it´s not enough.“

Not abundant enough – not quiet enough – not peaceful enough – not organic enough – not familiar enough – not traditional enough – not aware enough – not spritual enough….

If I got something right this feast is about birth, liveliness, love hope and “the light at the end of the tunnel”. Therefore it is also has to be about lust for life.

Feast with devotion and lying full in front of the TV on the christmas day? Enjoy it without remorse! The traditional family quarrel? Take yourself seriously – but not too important. Your Christmas present isn´t appreciated? Appreciate the joy you had choosing it!

And then the listlessness emerges. Boredom appears.

When the conversations under the christmas tree decay. When the TV program triggers either jawning or sickness. When you can´t move freely or withdraw from the group because you´re at your parents´. When you´re tired of the ever repeating same platitudes. When your real life looses the Instagram optimization filter und appears ordinary and boring.

Listlessness is such an unattractive feeling. So uncomfortable that we would rather make it disappear. We created different strategies in this attempt: suppressing (with increased activism, sex…), sidetracking (reading, TV, mobile…) or anesthesia (alcohol, food,…). Just sitting in the mediocrity of our normal life, realizing that the world is just not interested in me, that no one texts or calls – that´s bitter.

Phases of listnessness contain an enormous creative potential.

They can guide you from the trance of average days – the “virtual reality” of your thoughts – to experiencing aliveness – here and now.

And your musical sense of listening is the portal.

But I´m not getting there without support.

Therefore my Christmas present to you is this short meditation of Tara Brach: „The Silence that is Listening“. It takes only 14 minutes an you can download it on your phone. It helped in many times of frustration to stay with it in the here and now – and through that coming back to my liveliness. May it also be a good support for you!

Since I know this mediation every once in a while a stop and listen to the sound of my life.

However you design these days or „waste“ the time: It is enough. You are enough. It is exactly as it should be. Unmistakeably: YOUR feast!

I´m wishing you from the depth of my heart days filled with lust and the ability to surrender to WHAT happens and HOW.

Love, Stefanie

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Meditation: The Silence That is Listening (14 min)

Extract:
„… Scan your body and soften a bit areas of obvious tension. … Include sound into your awareness. The closed in sounds in the room. The appearing and disappearing of words. The spaces between sounds. Listening to the more distant sounds. Listening not just with your ears but with your whole awareness. Just letting sounds wash through. Noticing with listening that there´s nothing to do. Sounds appear and are known sponteneaously by awareness. Sense the edgeless space that all sounds are appearing in. Just relaxing into that openness that´s listening. Totally receptive. Listen to the sounds that are actually here – instead of the thoughts in the mind.    (…)

Opening the attention to listening to the sounds that are appearing and disappearing – moment to moment. You might re-relax in the body. Listening to and feeling the moment. Bring that listening and receptive intention to the heart. Just listening to your own heart. Sensing the state of your heart in this moment. Sensing the intimacy of listening to and feeling the life that´s right here. Offering whatever prayer or blessing, wish of well-being to your own heart. Whatever most resonates in this moment. Bringing to mind a dear-one – so you´re listening to and feeling that person, that being, their energy – and offering whatever prayer, whatever whish of blessing resonates. And then sensing the heartspace that hold all beings so that you´re listening to the lifes consciousness and beings everywhere – offering your prayer.

by Tara Brach

Jauchzet, frohlocket! – Shout out for joy! Rejoice!

Eichhorn_BremenMorgen ist Heiligabend. Wie jedes Jahr.

Es nervt. Werbung und Schaufensterdekos sagen: Kaufe! Kaufe! Schenke! Schenke! Ich nenne das mal die „Kommerzfraktion“.

Glaubt Ihr, jetzt kommt eine Anti-Konsum-Predigt? Nein. Denn die nerven doch genauso! Mehr „Innehalten“, „Zeit schenken“, „kein Geschenkstress“, „den tiefen Sinn des Festes entdecken“… Ich nenne das die „alternative-Gutmenschen-Fraktion“.

Bla bla bla… Was nervt mich so?

Weil beide Fraktionen mit ihren Ratschlägen die Botschaft senden: „Wie Du es machst, ist nicht genug.“ nicht üppig genug – nicht still genug – nicht friedlich genug – nicht bio genug – nicht familiär genug – nicht traditionell genug – nicht bewusst genug – nicht alternativ genug….

Wenn ich das richtig mitbekommen habe, dreht sich dieses Fest um Geburt, Leben und Liebe und Licht. Und wenn darum geht, dann muss es auch um Lebenslust gehen!

Deshalb wünsche ich Ihnen und Euch lustvolle Weihnachten! Ich wünsche Euch die Fähigkeit der Hingabe in das WAS kommt und WIE es kommt. (Es lässt sich ab einem gewissen Punkt eh nicht mehr steuern.)

Mit Hingabe schlemmen und am zweiten Feiertag vollgefressen vor der Glotze liegen? Genießt es aus vollen Zügen! Spannend ist auch die Frage, mit wieviel Hingabe ich im Kochstress sein kann! Der übliche Familienstreit? Dann bitte mit lustvoll (mit Respekt)!

Ob Weihnachtlieder singen oder Lichtmediation: Ich wünsche Euch in diesen Tagen das Loslassen der inneren, angezogenen Handbremse – ohne schlechtes Gewissen!

Wie immer Du diese Tage gestaltest oder verdaddelst: Es ist genug. Es ist genauso wie es sein muss. Unverwechselbar: DEINE Feiertage!

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten! Jauchzet, frohlocket!

Eure Stefanie

Ach so: Solltest Du jetzt das Gefühl haben, nicht hingebungsvoll GENUG zu sein, habe ich meine Aussage wohl unklar rübergebracht…

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It sucks.

Tomorrow is Christmas Eve. As every year.

Commercials and shop windows shout: Buy! Buy! Give! Give! I call it the „commerce group“.

Do you expect an „anti-commerce-speach“ now? No. Because they just suck the same. More inhibition, time as gift, no stress with presents, dicover the profound meaning of the feast,… I cal it the „alternitive-gooders-group“.

Blah, blah, blah,… Why does it suck that much?

Because both groups with all their advices send the message: „How you celebrate, is not enough.“ not abundant enough – not quiet enough – not peaceful enough – not organic enough – not familial enough – not traditional enough – not aware enough – not alternative enough….

If I got something right this feast is about birth, life and light and love. And if this is true it is also about lust for life.

Therefor I wish you x-mas days filled with lust! I wish you the ability of surrender to WHAT happens and HOW. (From some point on you don´t have a chance to control it anyway.)

Feast with devotion and lying full in front of the TV on the second christmas day? Enjoy it completely! It is also an interesting question how devoted one can be to stress in the kitchen. The traditional family quarrel? Yes – with lust!

Christmas carols or light meditation – these days I wish you to loosen the inner handbrake – without bad conscience.

However you design this days or „waste“ the time: It is enough. You are enough. It is exactly as it should be. Unmistakeable: YOUR feast!

In this spirit: Merry Christmas! Shout out for joy! Rejoice!

Love, Stefanie

By the way: If you now feel like you aren´t devoted ENOUGH – I failed to make my point!